Spatenstich Seniorenzentrum «VIVALE» Emmenbrücke


Pünktlich um elf Uhr fand am 26. September 2013 in Emmenbrücke der Spatenstich für den Neubau des Seniorenzentrums Vivale Sonnenplatz statt. Eigentlich könnte man jetzt noch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwähnen und damit die News-Meldung beenden, wären da nicht gewisse Aspekte, die aus einem eigentlich ganz gewöhnlichen Spatenstich, wie wir ihn in den Medien im Wochenrythmus finden, eine Geschichte machen, die zu erzählen sich lohnt.

Ein paar Schaufeln Erde aufzuwühlen ist ein rein symbolischer und traditioneller Akt; meistens mit der Absicht verbunden, über die Medien Interessenten auf das kommende Angebot aufmerksam zu machen und bei den anliegenden Bewohnern auf den mit Sicherheit eintretenden Baulärm um Verständnis zu werben. Absolut legitim und wie bereits erwähnt im Baugewerbe mit einer langen Tradition verbunden. Alle Beteiligten Architekt, Planer, Ingenieur, Totalunternehmer und Bauherrschaft stossen auf ein gutes Gelingen des Projekts an.

Doch der heutige Spatenstich auf dem Sonnenplatz-Areal in Emmenbrücke hat eine historische Komponente. Ein historisches Momentum, das sich sowohl auf die lange Vorgeschichte wie auch auf die Zukunft beruft. Beginnen wir mit der Vorgeschichte, die vor neuneinhalb Jahren in den Büros der IGD Grüter AG in Dagmersellen begann. Alois Grüter, CEO der IGD Grüter AG, die sich in der ganzen Deutschschweiz einen Namen als verlässliche Totalunternehmerin gemacht hat, wurde mit einem Projekt der Architekten Fugazza Steinmann Partner AG konfrontiert. Fugazza Steinmann Partner AG andererseits ist bekannt als erfolgreiche Planerin etlicher Alterszentern und Seniorenresidenzen wie auch Wohnüberbauungen. Man wurde sich einig und die IGD Grüter AG übernahm das Projekt als Totalunternehmerin. Und damit begann die Odyssee durch die Instanzen des alltäglichen Wahnsinns der Behörden, der Vorschriften, der Grundstückeigentümer und den üblichen berechtigten und unberechtigten Einsprachen. Alois Grüter erzählt davon während seiner kurzen Ansprache, ohne aber verbittert oder gehässig zu wirken. In klarer Sprache, nüchtern, emotionslos und erst noch im Stegreif, wofür ihm einige der Anwesenden (hinter vorgehaltener Hand) Respekt zollten. Man spürte es förmlich, dass diese Auseinandersetzungen schlicht und einfach zu seinem Alltag gehören. Er triumphiert nicht, lässt aber an seiner Freude über das Gelingen nach einer neuneinhalbjährigen Geduldsprobe keinen Zweifel.

Und genau hier liegt die Trennlinie, wo sich die Spreu vom Weizen trennt. Manch' einer hätte wohl das Handtuch geworfen. Doch knifflige Projekte sind für Alois Grüter nichts anderes als eine Herausforderung. Das Unmögliche möglich machen ohne zu hasardieren. Er war von diesem Projekt von allem Anfang an überzeugt und wenn Grüter erst mal von etwas überzeugt ist, sind Hindernisse für ihn dazu da, sie zu überwinden. Seine Ideen verbindet er mit konventionellen, auf seiner langjährigen Erfahrung beruhenden Visionen, die aber durchaus auch unkonventionell sein können. Das Undenkbare, das Unvorstellbare denken, ist eine seiner Devisen; geht nicht gibt's nicht eine andere. Sich nicht festzufahren, sich gedanklich nicht einzuengen, haben ihn zu dem gemacht, was er heute ist: ein erfolgreicher Unternehmer, der für Nachhaltigkeit steht, mit beiden Füssen auf dem Boden, geerdet und nicht abgehoben. Hört sich wie ein Lobgesang an. Berücksichtigt man aber, dass Grüter mit seiner Gruppe direkt mehr als 50 Personen beschäftigt und laufend neue Arbeitsplätze schafft, auch indirekt, und vielen Subunternehmen Arbeit erteilt, reduziert sich der Lobgesang auf eine nüchterne und objektive Betrachtung.

Nachdem Alois Grüter die Herausforderung Seniorenzentrum Sonnenplatz Emmenbrücke in seiner gewohnt stoischen Art angenommen hatte und die grössten Schwierigkeiten überwunden waren, die sich über viele Jahre hinweg zogen, suchte er für das 28-Millionen-Projekt die richtigen Partner. Während der Projektentwicklung fungierte die zu seiner Holding gehörende ACAMA AG als Bauträgerschaft (Bauherrin / Investorin). Später fand er mit der Kantonalen Pensionskasse Graubünden die zur sozialen Dimension des Projekts passende Bauherrschaft (Bauträgerin / Investorin), auf deren Beweggründe, die zum Abschluss dieser Partnerschaft führten, zu einem anderen Zeitpunkt noch eingegangen wird. Ein hoch interessantes Interview mit Benno Patt ist in Vorbereitung.

Doch was nützen die besten Ideen, Konzepte und Visionen, wenn das alles entscheidende Bindeglied fehlt? Denn für ein Seniorenzentrum mit individueller Rundumbetreuung, wie sie das Seniorenzentrum Vivale Sonnenplatz in Emmenbrücke bietet, braucht es einen entsprechend versierten Betreiber. Aber auch diese Herausforderung wurde von Grüter schliesslich gemeistert und er fand mit der VIVALE AG den konzeptionell gewünschten Partner. Das Konzept der relativ jungen Vivale AG besticht durch seine zukunftsgerichtete Vision mit den drei Eckpfeilern Alterswohnen, Betreutes Wohnen und Pflegewohnen. Eine konzeptionelle Vision, die es ebenfalls verdient, zu einerm späteren Zeitpunkt gründlich erläutert zu werden. Denn dieses Konzept ist ein Teil der Zukunft für Alterswohnen.

Und so schliesst der Chronist seine kurze Berichterstattung mit der Feststellung, dass aus einem ganz gewöhnlichen Spatenstich an einem ganz gewöhnlichen Donnerstag eben doch ein historischer Moment werden kann. Freude herrscht in Emmenbrücke.

3.10.2013

ZST Zentralschweizer Tafelrunde

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