Auswirkungen Mindestlohn für Luzern

Ein Ja zur Mindestlohn-Initiative hätte im Kanton Luzern grosse Auswirkungen. Welche, ist abhängig von der Fragestellung.

Pius Müller (SVP, Ruswil) wollte erfahren, wie sich der Regierungsrat grundsätzlich zur Mindestlohninitiative stellt und welche Folgen für den Kanton Luzern zu erwarten wären. Er erhielt am Monag im Parlament eine klare Antwort: Die Regierung prophezeit fatale Folgen für die Luzerner Wirtschaft, sollte die Mindestlohn-Initiative am 18. Mai an der Urne angenommen werden. Die Mindestlohn-Initiative will einen nationalen gesetzlichen Mindestlohn von 22 Franken pro Stunde festlegen. Dies entspräche einem Monatslohn von rund 4000 Franken.

Landschaft besonders betroffen

Laut Regierung wären die Land- und Randregionen besonders stark betroffen - aufgrund der kleingewerblichen Strukturen in diesen Regionen, wo eher von tieferen Löhnen auszugehen sei. Wo es Mindestlöhne gibt, werden schlecht qualifizierte Arbeitnehmer häufiger durch Maschinen oder durch besser qualifizierte oder produktivere Mitarbeitende ersetzt , argumentiert die Regierung.

Auf eine Frage von Marcel Budmiger (SP, Luzern) zu den zusätzlichen Steuereinnahmen bei Annahme der Mindestlohn-Initiative bezieht sich die Regierung auf Berechnungen von Lustat Statistik. Demnach betrüge der zusätzliche Steuerertrag schätzungsweise 10,6 Millionen Franken.

Quelle:
Neue Luzerner Zeitung

2.4.2014

ZST Zentralschweizer Tafelrunde

Bild ZST Zentralschweizer Tafelrunde