Boris Becker muss (noch) nicht zahlen

Ein ehemaliger Zuger Geschäftspartner von Boris Becker ist vor Zuger Obergericht abgeblitzt: Er hatte von der Tennislegende die Rückzahlung von 10 Millionen Franken gefordert.

Hans-Dieter Cleven, ehemaliger Geschäftspartner von Tennislegende Boris Becker, hatte im September 2015 beim Kantonsgericht Zug gegen Boris Becker eine Klage auf die Zahlung von 10 Millionen Franken nebst Zins eingereicht.

Begründet hatte Cleven dies damit, dass er Becker mehrere Darlehen im Gesamtbetrag von über 41 Millionen Franken gewährt habe. Inzwischen habe Cleven diese Darlehen gekündigt und verlangt nun eine Rückzahlung. In einer Teilklage forderte er 10 Millionen Franken.

Klage abgewiesen

Das Kantonsgericht Zug hatte diese Klage im Juni 2017 abgewiesen. Doch Cleven zog das Urteil weiter. Das Zuger Obergericht hat die Forderung von Hans-Dieter Cleven jetzt ebenfalls abgewiesen und den Entscheid des Kantonsgerichts bestätigt, wie es am Dienstag mitteilte. Wie schon das Kantonsgericht gelangte auch das Obergericht zum Schluss, dass die von Cleven eingeklagte Forderung auf Rückzahlung des Darlehens nicht fällig ist.

Kündigung nicht nachgewiesen

Zwar sei unbestritten, dass Cleven Boris Becker diverse Darlehen gewährt habe. Das Kantonsgericht befand nun aber, dass Cleven weder eine Kündigung des Darlehens noch eine Aufhebungsvereinbarung oder das Vorliegen eines sonstigen Beendigungsgrundes nachgewiesen habe. Das Darlehen sei deshalb noch nicht zur Rückzahlung fällig und die Klage zurzeit abzuweisen.

Bundesgericht nächste Instanz

Das Urteil des Obergerichts von Ende November ist noch nicht rechtskräftig und kann ans Bundesgericht weitergezogen werden. Weil es um so viel Geld geht und Cleven bereits das erste Urteil nicht akzeptierte, ist der Gang ans Bundesgericht wohl durchaus wahrscheinlich.

5.12.2018

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