Crystal Meth aus Oberägeri

Die Bilder aus dem selbstgebastelten Labor in Oberägeri, das im Mai entdeckt wurde, liess vielerorts den Gedanken an die Erfolgsserie «Breaking Bad» aufkommen. Der norwegische Investmentbanker Carl Velve experimentierte dort mit verschiedenen Substanzen – unter anderem war auch die Droge Crystal Meth dabei. Dies tat er zu wissenschaftlichen Zwecken, wie er sagt. Seither ist er inhaftiert.

Nun wird bekannt: Der Mann wurde bei den Experimenten von einer Frau unterstützt: «Sie lebte in einer schwierigen Phase für einige Zeit bei mir und war meine Laborassistentin», sagte er zur «Zuger Zeitung».

Auch Laborassistentin inhaftiert

Das Herstellen von Crystal Meth soll ihre Idee gewesen sein: «Als ich das eine Mal Anfang 2016 in kleinen Mengen eine Crystal Meth ähnliche Substanz hergestellt habe, war das eigentlich auf ihr Betreiben. Sie wollte unbedingt Metamphetamin produzieren», sagt Velve. Er selbst habe in gutem Glauben gehandelt und nicht geglaubt, dass er straffällig werde, wenn er in kleinen Mengen und ohne kriminelle Absicht produziere.

Die Ermittlungen sollen nun bald beendet sein: «Die Zuger Staatsanwaltschaft wird die Strafuntersuchung voraussichtlich noch in diesem Monat abschliessen und Anklage erheben», sagt Sprecher Frank Kleiner zum Blatt. Die Laborassistentin sitzt derzeit in Zürich in Haft. In welchem Verhältnis die beiden zueinander standen, wollte der Investmentbanker nicht im Detail erläutern.

Quelle: 20Minuten

21.11.2018

Allerheiligenreif macht zu Weihnacht' alles steif.