Der stärkste Bagger Europas kommt aus Buttisholz

Mit dem Bau eines Mega-Baggers hat die Aregger AG einen «markanten Schritt nach vorne» im Abbruch von Häusern getan. Es ist eine Maschine der Superlative.

«Ich hatte schon lange die Vision eines Riesen-Baggers, der leistungsfähiger ist als ein normaler Bagger», sagt Franz Muri (63), der die Abteilung Rückbau bei Aregger AG leitet. Jetzt ist seine Vision Realität: Die Firma hat fünf Millionen Franken in den Mega-Bagger A-Rex M 9300 investiert und stellte die Riesenmaschine kürzlich auf dem eigenen Betriebsgelände in Buttisholz vor.

«Bagger ist wie ein Riesenbaby»

«Ein Jahr lang habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie der Riesen-Bagger sein sollte. Jetzt sind drei Jahre vergangen und der Bagger steht vor mir», schwärmt Muri. Zwei Jahre habe die Planungs- und Umbauphase des Projektes gedauert. Für ihn sei der Riesen-Bagger wie ein eigenes Baby. Ingenieure aus dem Unternehmen Aregger haben den Bagger konstruiert, gebaut wurde er dann in England.

«Jetzt können wir 65 Meter hohe Hochhäuser mit dem Baggerarm erreichen, doppelt so schnell arbeiten und mehr Aufträge entgegennehmen. Wir haben jetzt weniger Zeitdruck», erklärt Muri weiter. Mit dem Mega-Bagger habe die Aregger AG bei Rückbauarbeiten – sprich: beim Abbruch von Strukturen – einen markanten Schritt nach vorne gemacht.

Beeindruckende Eckdaten

Der Bagger sei europaweit der leistungsfähigste Rückbaubagger. Die Grösse und Eckdaten des Riesenbabys sind beeindruckend:

• Der Bagger wiegt je nach Einsatz bis zu 300 Tonnen

• Eine einzelne Raupe ist zehn Meter lang, zwei Meter hoch und wiegt 42 Tonnen

• Der Arm kann bis zu 70 Meter weit ausgefahren werden

• Es gibt drei bis vier verschiedene Konstellationen, wie man den des Bagger zusammenstellen kann — ein normaler Bagger hat nur eine

• Der A-Rex kann sich selber zerlegen und zusammenbauen

• Für den Transport des zerlegten Baggers braucht es acht Lastwagen.

Erster Einsatz in zwei Wochen

«Es ist eine Genugtuung, den Bagger endlich vor sich zu haben. Es war ein grosser Zeitaufwand und ich habe mir sehr viele Gedanken dazu gemacht. Wenn man sieht, dass das Projekt realisiert worden ist, dann ist das nicht so schlecht», bilanziert Muri.

Zum Einsatz kam die Riesenmaschine noch nicht. Im Moment würden noch Einstellungen vorgenommen, aber in rund zwei Wochen sei es dann soweit und der Bagger werde auf einer Baustelle in Basel getestet. Muri sagt: «Den richtigen Probetest wird der Bagger erst auf der Baustelle haben.»

Grosse Verantwortung beim Führen

«Der Mann, der das Gerät bedienen wird, muss Gefahren einschätzen können und gute motorische Fähigkeiten besitzen. Die Riesenmaschine wird nämlich nur mit kleinen Hebeln gesteuert», erklärt Muri. So würden nur Mitarbeiter geschult werden, die auch einen grossen Rucksack an Erfahrung mitbringen und die Statik eines Gebäudes einschätzen können.

Rene Rölli (45) ist Baumaschinenführer bei Aregger und darf den Mega-Bagger führen: «Es erfüllt einen mit grossem Stolz, aber dahinter steht eine enorme Verantwortung. Alle sagen, die Maschine sieht cool aus, aber jeder Handgriff muss sitzen.»

Quelle: 20Minuten

7.6.2017

ZST Zentralschweizer Tafelrunde

Bild ZST Zentralschweizer Tafelrunde