Einbrecherbande erbeutet im Kanton mit 100 Einbrüchen eine halbe Million

Luzern

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Foto Joseph Birrer

Eine Einbrecherbande war in acht Kantonen tätig: Sie erbeutete knapp 460'000 Franken und richtete Schäden von 700'000 Fr. an. Einige Täter sind noch immer flüchtig.

Die Luzerner Polizei konnte dank intensiven Ermittlungen eine Einbrecherbande dingfest machen, die zwischen Oktober 2013 bis im Juni 2015 insgesamt 97 Einbrüche beging. Die Bande war ausser in Luzern auch in den Kantonen Aargau, Bern, Baselland, Jura, St. Gallen und Solothurn tätig.

Zwischen Mitte bis Ende 2015 wurden sieben Männer festgenommen. Sie sind zwischen 29 und 53 Jahre alt und stammen aus Bosnien-Herzegowina, Kosovo und Serbien. Drei Einbrecher haben den Wohnsitz in der Schweiz in unterschiedlichen Kantonen, die anderen reisten jeweils als Kriminaltouristen aus Frankreich an. «Nach weiteren drei Personen wird national und international gesucht», sagt Simon Kopp, Sprecher der Luzerner Staatsanwaltschaft.

Erste Spur nach Einbruch an der Baselstrasse

Die Bande war professionell organisiert und verübte die Einbrüche in wechselnder Zusammensetzung. Sie gingen mit solider Vorbereitung vor: «Sie planten ihre Einbrüche sorgfältig und arbeiteten mit Funkgeräten und Wachposten», so Kopp weiter. Die Täter hatten sich insbesondere auf Einbrüche in Einfamilienhäuser oder Geschäftsbetriebe spezialisiert und stahlen Bargeld oder Wertsachen.

Die erste Spur hinterliess die Bande bei einem Einbruch in eine Firma an der Luzerner Baselstrasse. Kopp: «Danach glichen wir die Vorfälle ab und stellten immer wieder ein ähnliches Vorgehen fest.» Schliesslich konnten die Täter identifiziert und gefasst werden.

Ein Teil der Männer habe bereits den vorzeitigen Strafvollzug angetreten, noch bevor ein Gericht ein Urteil gefällt habe.

1.2.2017

ZST Zentralschweizer Tafelrunde

Bild ZST Zentralschweizer Tafelrunde