Erste «Äss-Bar» in Luzern eröffnet

Äss-Bar Luzern

Äss-Bar Luzern

Bild ZVG Äss-Bar

Was in sechs Schweizer Städten bereits zum Alltag gehört, hat seinen Weg nach Luzern gefunden: Am Samstag, dem 7. April 2018 eröffnete in Luzern die erste Äss-Bar, in der Backwaren vom Vortag nach dem Motto «frisch von gestern» angeboten werden.

Das Schaufenster an der St. Leodegarstrasse 2 unweit der Hofkirche in Luzern ist kaum wiederzuerkennen. Wo früher das Stickereifachgeschäft Au Trianon sein Sortiment ausstellte, hängt nun ein Schild mit der Aufschrift: «Backwaren 'frisch von gestern'».

Drinnen herrscht gespannte Stimmung: «Ich bin schon nervös, aber auch freudig und voller Energie», lacht Gianna Widmer. Sie ist die Filialleiterin der ersten Äss-Bar der Zentralschweiz, die am kommenden Samstag, dem 7. April 2018, ihre grosse Eröffnung feiert.

Gegen Foodwaste

Im Jahre 2013 öffnete die erste Äss-Bar der Schweiz ihre Türen in Zürich. In Zusammenarbeit mit lokalen Bäckereien aus dem Grossraum Zürich fanden so erstmals die noch einwandfreien Bäckereiprodukte vom Vortag ihren Weg zum Konsumenten. Das nachhaltige Konzept fand grossen Anklang und so haben mittlerweile sechs Städte in der Schweiz ihre eigene Äss-Bar.

Mit der Eröffnung des neuen Ladenlokals in Luzern strebe die Äss-Bar an, pro Jahr mehr als 300 Tonnen Food Waste zu verhindern. Dies sei angesichts des schweizweiten Food Waste von 2 Millionen Tonnen pro Jahr natürlich ein Tropfen auf den heissen Stein, aber gleichzeitig auch ein konkreter Schritt im Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung. Und die Bäckereien, die ihre Ware vom Vortag nun an die Äss-Bar liefern anstatt zu entsorgen, sähen das auch so: «Wir waren überrascht herauszufinden, dass unsere Idee bei den lokalen Bäckereien so grossen Anklang fand», meint Sandro Furnari. «Viele Bäckereien sind kleinere Unternehmen. Die Produkte sind handgemacht und es steckt Herzblut darin». Diese dann einfach fortzuwerfen sei natürlich unschön, sagt Furnari.

Vielseitig und Äss-Bar

Die Zusammenarbeit mit lokalen Bäckereien bemerkt man dann am Sortiment, welches von Äss-Bar zu Äss-Bar variiert. Hauptsächlich werden Sandwiches, Brote, Wähen, Salate und Torten angeboten. Und das Besondere: «Bei uns kommen natürlich die Spezialitäten der verschiedenen Bäckereien zusammen. Wir haben das bunte Sammelsurium», lacht Sandro Furnari.

Am Morgen werden die Backwaren vom Vortag bei den einzelnen Bäckereien im Umfeld der Äss-Bar abgeholt. Was am Abend übrig bleibt, das dürfen die Mitarbeiter mitnehmen, es wird an karitative Unternehmen gespendet oder zu Biogas verarbeitet.

Denn auch Brot vom Vortag ist noch lange essbar. Und, wie Testkäufer vom Tagesanzeiger bereits 2013 nach der Eröffnung der ersten Äss-Bar feststellten: «Besser als jedes im Grossverteiler aufgebackene Brot».

Quelle: Luzerner Rundschau

7.4.2018

Dem Frühling zu wir streben -  ZST

Dem Frühling zu wir streben

aus «Lohengrin» von Richard Wagner

Bild ZST Zentralschweizer Tafelrunde