Erstes Urteil im Kampf um die farbigen Lichter des Hotels Schweizerhof

Hotel Schweizerhof Luzern

Hotel Schweizerhof Luzern

Foto Joseph Birrer

In den vergangen Monaten hat die farbige Fensterbeleuchtung des Hotels Schweizerhof Luzern zu viel Gesprächsstoff geführt. Nun hat die Familie Hauser ein erstes Urteil des Kantonsgerichts erhalten.

Mit der Renovation aller Hotelzimmer in den Jahren 2013 und 2014 hielt im Hotel Schweizerhof Luzern auch ein neues Lichtkonzept Einzug: Seit Mai 2014 werden die seeseitigen Fenster des Hauptgebäudes farbig beleuchtet. Den einen gefällt die kunterbunte Erscheinung – im Dezember 2014 wurde das Zimmerkonzept mit dem Schweizerischen Tourismuspreis «Milestone» ausgezeichnet. Anderen ist es eher ein Dorn im Auge. So findet die Stadt zum Beispiel, dass die Beleuchtung nicht mit dem Plan Lumière vereinbar sei. Zudem wolle der Stadtrat vermeiden, dass es in der Stadt nur noch farbige Beleuchtung gebe, weiss Michael Hauser, Mitinhaber des Hotels Schweizerhof Luzern.

Nachträgliche eingereichte Baueingabe abgelehnt

«Wir sind eigentlich davon ausgegangen, dass für die Beleuchtung der Zimmer keine Bewilligung notwendig ist», sagt Michael Hauser weiter. Diese mussten die Inhaber des Hotels aber Anfang 2016 noch nachträglich einreichen. Und prompt: Der Stadtrat lehnte die Baueingabe für die Fensterbeleuchtung ab. Dies liess die Familie Hauser nicht auf sich sitzen. Sie teilten der Baudirektion der Stadt Luzern im Juli 2016 mit, dass sie das Baugesuch nicht zurückziehen werden.

Plan Lumière bietet keine Rechtsgrundlage

Diese Woche gab das Kantonsgericht Luzern nun eine erste Analyse des Urteils bekannt:

In der Mitteilung heisst es, der Plan Lumière und das Kunstlichtreglement der Stadt Luzern bilde keine Rechtsgrundlage für die Beurteilung der Fensterbeleuchtung des Hotels Schweizerhof Luzern. Jedoch könne aufgrund der exponierten Lage möglicherweise ein Baubewilligungsverfahren gefordert werden.

Die Familie Hauser ist dankbar für das erste Urteil des Kantonsgerichtes: «Wir fühlen uns in unserer Beurteilung bestärkt und schauen der Sache nun etwas entspannter entgegen», so Michael Hauser.

Quelle: Luzerner Rundschau

20.12.2017