Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe für Zentralschweizer Kantone

Feuerverbot in der Zentralschweiz

Feuerverbot in der Zentralschweiz

Bild ZVG Gemeinde Vitznau

Wegen der anhaltenden Trockenheit haben die Zentralschweizer Kantone ein absolutes Feuerverbot in Wäldern und in Waldnähe ausgesprochen. Eine Missachtung kann teuer werden.

Die zuständigen Behörden der Kantone Luzern, Nidwalden, Obwalden, Schwyz, Uri und Zug stufen die Gefahrensituation neu als gross ein. Mit der Erhöhung der Gefahrenstufe wird im Wald und in Waldesnähe bis 200 Meter ein absolutes Feuerverbot erlassen.

Mögliches Feuerverbot am 1. August

Die Waldbrandgefahr sei auf die Gefahrenstufe 4 von 5 gestiegen. Auf ein generelles Feuerverbot im Freien und damit auch ein Feuerwerksverbot wird derzeit noch verzichtet. Aber: «Sollten die angekündigten Gewitterregen nicht zu einer wesentlichen Entschärfung führen, kann ein absolutes Feuerverbot im Freien im Hinblick auf den Nationalfeiertag am 1. August nicht ausgeschlossen werden», heisst es in einer Mitteilung des Kantons Luzern.

«Damit verbunden wäre insbesondere auch ein gänzliches Verbot für das Abbrennen von Feuerwerk jeglicher Art», so der Kanton Luzern weiter. Der Entscheid werde am Montag, 30. Juli, am Mittag gefällt und kommuniziert.

Ungenügender Feuerwerk-Verkauf

Beim Unternehmen Bugano in Neudorf LU, das Feuerwerk herstellt, würde man sich über ein Verbot natürlich überhaupt nicht freuen. «Ein Grossteil des Umsatzes würde verloren gehen», sagt Daniel Bussmann, der für den Verkauf von Handelsfeuerwerk zuständig ist. Die Bevölkerung kaufe die Artikel eher kurzfristig ein: «Die Mehrheit der Bevölkerung ist noch nicht mit Feuerwerkskörpern eingedeckt», sagt Bussmann. Da die Leute nach dem Nationalfeiertag keine Artikel mehr kaufen würden, könnte der verlorene Umsatz nicht mehr kompensiert werden.

Für Zeusler wird es teuer

Wer im Wald trotz Feuerverbot zeuselt, für den kann es teuer werden. Förster, Polizei und Feuerwehr würden die Augen offen halten, sagt Urs Felder, Fachleiter Schutzwald Luzern. Bei Feuerstellen im Wald werden Plakate angebracht, die auf das Verbot hinweisen. «Sollte die Polizei eine Person antreffen, die das Feuerverbot missachtet, muss die verantwortliche Person mit einer Busse von bis zu 20’000 Franken rechnen», sagt Felder.

«Ein Helikopter könnte für die Löscharbeit eingesetzt werden»

«Wir hoffen natürlich, dass es nicht zu grossen Waldbränden kommt», sagt Felder. Waldbrände sind für die Luzerner Einsatzkräfte Neuland: «Sie sind eine neue Herausforderung, mit der wir bisher erst 2003 und 2015 zu kämpfen hatten.» Bei einer hohen Gefahrenstufe könnte in einem schwer zugänglichen Gebiet falls nötig ein Helikopter für die Löscharbeiten eingesetzt werden, sagt Felder weiter.

Das absolute Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe beinhaltet folgende Regeln:

● Es ist verboten, im Wald und an Waldrändern Feuer zu entfachen. Dies gilt auch für eingerichtete Feuerstellen, Feuerschalen und Einweggrills.

● Es ist verboten, brennende Zigaretten, andere Raucherwaren oder Streichhölzer wegzuwerfen.

● Beim Abbrennen von Feuerwerkskörpern muss zwingend ein Abstand von mindestens 200 Metern zum Wald eingehalten werden. Die auf Feuerwerkskörpern aufgedruckten Sicherheitsabstände sind entsprechend zu vergrössern.

● Das Steigenlassen von Heissluftballonen und Himmelslaternen (gekaufte oder selbst gebastelte), die durch offenes Feuer angetrieben werden, ist generell verboten.

● Ausgenommen vom Verbot ist das Grillieren auf Gasgrills sowie das Grillieren in Gärten oder auf Balkonen mit Gas- oder Holzkohlegrills sowie in festen Cheminées. Bei starkem Wind ist ganz darauf zu verzichten.

● Die Bevölkerung ist allgemein aufgerufen, mit Feuer im Freien sorgfältig umzugehen und insbesondere Feuer nie unbeaufsichtigt zu lassen. Es wird empfohlen, entsprechendes Löschmaterial bereitzuhalten.

Quelle: 20Minuten

27.7.2018

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