Forschungsprojekte Universität Luzern vom SNF gefördert

Universität Luzern

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Prof. Dr. Andreas Balthasar und Prof. Dr. Reto Hofstetter. Bild ZVG

Forschende der Universität Luzern haben für ihre Projekte beim Schweizerischen Nationalfonds (SNF) rund 680'000 Franken eingeworben.

Eines der beiden Forschungsprojekte ist am Politikwissenschaftlichen Seminar der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät, das andere an der Professur für Marketing an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät angesiedelt. Die eingeworbenen Drittmittel beinhalten das Salär der Projektmitarbeitenden und decken die weiteren Kosten ab, die mit der Umsetzung des Projekts verbunden sind. Die gesuchstellendenProjektleiterinnen und -leiter erhalten ihr Salär von der Universität Luzern.

Woran politische Akteurinnen und Akteure glauben

Die Rolle von Expertenwissen in politischen Prozessen wird in der Literatur oft kritisch diskutiert. Es besteht jedoch kein Zweifel daran, dass Expertenwissen eine wichtige Art von politikrelevanten Informationen für Entscheidungsträgerinnen und -träger darstellt. Eine zentrale Bedingung für die Nutzung von Expertenwissen ist dessen Glaubwürdigkeit. Das Forschungsprojekt untersucht deshalb, welche Faktoren die Wahrnehmung der Glaubwürdigkeit von Expertenaussagen bei Wählerinnen und Wählern sowie und Parlamentarierinnen und Parlamentariern beeinflussen. Ein Fokus liegt darin, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den beiden Gruppen zu identifizieren. Die Ergebnisse des Projekts sollen dazu beitragen, die Frage zu beantworten, wem Parlamentarierinnen sowie Wähler glauben und was sie glauben. Vor dem Hintergrund der jüngsten Debatten um eine "postfaktische" Gesellschaft hat das Projekt auch wichtige normative Implikationen: Es analysiert die Autorität der Wissenschaft in der Politik.

Effekte der visuellen Produktpräsentation in Online-Shops

Onlinekäufe haben in den letzten Jahren in der Schweiz ein substanzielles Wachstum erfahren und werden in der Zukunft noch weiter wachsen. Ein Hauptmerkmal von Käufen in Onlineshops ist es, dass Kundinnen und Kunden dabei keinen Zugang zum physischen Produkt haben. Dies stellt besonders beim Kauf von individualisierten Produkten mittels sogenannten Online-Konfiguratoren eine Herausforderung dar. Die bestehende Forschung hat verschiedene Entscheidungsarten untersucht, bisher aber keine Studien zur visuellen Darstellung gemacht. Das Forschungsprojekt untersucht, wie drei verschiedene visuelle Darstellungsformen das Kaufinteresse in Online-Konfiguratoren beeinflussen. Es integriert theoretische Ansätzen aus der Psychologie, der Kreativitäts- sowie aus der Entscheidungsforschung; methodisch werden verhaltenswissenschaftliche Online- und Feldexperimente mit neurowissenschaftlichen Methoden wie Eye-Tracking kombiniert. Durch diese Verbindung ist eine hohe externe Validität gewährleistet.

6.4.2016

Dem Frühling zu wir streben -  ZST

Dem Frühling zu wir streben

aus «Lohengrin» von Richard Wagner

Bild ZST Zentralschweizer Tafelrunde