Galliker Transport AG zeigt, wie Flüchtlinge integriert werden

Galliker Transport AG

Galliker Transport AG

Galliker Transport AG

Die Steuergruppe beim Besuch der Galliker Transporte, von links: Max Renggli, Unternehmer; Christof Spöring, Leiter Dienststelle Berufs- und Weiterbildung; Felix Howald, Direktor Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz; Martin Bucherer, Leiter Dienststelle Wirtschaft und Arbeit; Jasmine Progin, Regionalverantwortliche Syna Luzern; Jutta Kunz, Leiterin Integrationsmassnahmen, Dienstelle Asyl- und Flüchtlingswesen; Mohammadi Ashgar, afghanischer Flüchtling und Mitarbeiter Galliker Transport AG; Alexander Lieb, Leiter Amt für Migration; Erwin Roos, Departementssekretär Gesundheits- und Sozialdepartement; Pirmin Trachsel, Leiter HR Galliker Transport AG. Bild ZVG

Die Galliker Transport AG hat seit dem Frühjahr 2017 elf Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene angestellt. Nach einem Jahr lässt sich sagen: Diese berufliche Integration ist ein voller Erfolg - für beide Seiten.

Die berufliche Integration von Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen ist eine anspruchsvolle Verbundaufgabe von Staat und Wirtschaft. Wird sie gut umgesetzt, werden nicht zuletzt die Sozialausgaben von Bund, Kantonen und Gemeinden deutlich reduziert. Der Luzerner Regierungsrat hat zur Förderung und Koordination dieser Bemühungen im Dezember 2016 die Steuergruppe «Einbezug Wirtschaft in berufliche Integration von Flüchtlingen» eingesetzt. Diese setzt sich zusammen aus Vertretern der Wirtschaft, der Gewerkschaften und der betroffenen kantonalen Dienststellen.

Volle Integration dank Arbeitsmöglichkeit

Vergangene Woche besuchte die Steuergruppe die Galliker Transport AG in Altishofen. Dort informierte HR-Leiter Pirmin Trachsel über die bisherigen Erfahrungen: «Ich bin überrascht, wie motiviert und willig, vor allem aber wie dankbar die jungen Männer sind. So erstaunt es nicht, dass sie die gebotene Chance mit viel Engagement packen und ein Gewinn für die jeweiligen Teams sind.»

Anschliessend besuchte die Steuergruppe einige Flüchtlinge an ihren Arbeitsplätzen. Galliker Transport hat seit Frühjahr 2017 elf Flüchtlinge voll integriert. Alle haben heute eine feste Anstellung zu einem marktüblichen Lohn.

«Das Engagement der Galliker Transport ist beeindruckend und vorbildlich», sagt Erwin Roos, Departementssekretär im Luzerner Gesundheits- und Sozialdepartement und Leiter der Steuergruppe: «Das Prinzip Fordern und Fördern wird in diesem Betrieb mustergültig umgesetzt und führt zu einer nachhaltigen Integration von Flüchtlingen.»

Auch KMU können Flüchtlinge integrieren

Für die Wirtschaft des Kantons Luzern sind die KMU von hoher Bedeutung. Damit eine grössere Anzahl von Flüchtlingen integriert werden kann, ist auch das Engagement von kleineren Firmen nötig. Um diesen einen Überblick über die Einsatzmöglichkeiten und den Zugang von Flüchtlingen zum Arbeitsmarkt sowie die verschiedenen Kontaktstellen zu geben, wurde im Januar 2017 der Flyer «Flüchtlinge einstellen – Informationen für Unternehmen» erstellt.

Für einen direkten Berufseinstieg von Flüchtlingen hat der Kanton Luzern in Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern einen Normvertrag erarbeitet. Dieser erlaubt in Branchen ohne Gesamtarbeitsvertrag (GAV) eine befristete Anstellung in Abweichung zu den ortsüblichen Arbeitsbedingungen und Löhnen. Bei Branchen mit GAV entscheiden die Vertragspartner (Paritätische Kommissionen) über befristete Ausnahmeregelungen.

21.6.2018

Sommer in der Zentralschweiz

Summertime, and the livin' is easy