Gefährliche Netze als Vogelfallen

Obstnetz

Obstnetz

Engmaschige Netze schützen auch die Vögel. Bild ZVG

Frische Kirschen sind ein Genuss – auch für Vögel! Deshalb werden die Obstbäume mit Netzen geschützt. Die Netze können aber auch eine tödliche Fallen für Vögel, Igel und andere Tiere darstellen. Die Organisation BirdLife Luzern kritisiert vor allem die weitmaschigen Netze, die locker über die Bäume gelegt werden und nicht fixiert sind.

Vor allem die beerenfressenden Amseln, Stare, Spatzen und Drosseln verfangen sich darin. Für Kleinsäuger wie Igel können die Netze auf ihren nächtlichen Ausflügen ebenso zur Falle werden.

BirdLife Luzern empfiehlt, dass die in Kleinanlagen und Privatgärten häufig verwendeten Rebnetzen korrekt montiert und kontrolliert werden. Wichtig sei es, die farbigen Netze gut zu spannen und die nicht verwendeten Teile aufzurollen. Lose Netzteile seien Tierfallen. Und bei den Netzen müsse darauf geachtet werden, dass sie keine Löcher aufweisen, so BirdLife in ihrer Medienmitteilung.

Kleine Maschenweiten sind besser

Besser seine helle, weiche Netze in auffälligen Farben und kleinen Maschenweiten. Diese stellen für die Vögel weniger eine Gefahr als dunkle, feine Netze mit grossen Maschenweiten.

Die Luzerner Vogelschützer entdecken auf ihren Erkundigungen durchs Seetal und anderen Regionen immer wieder Niederstammanlagen, die rund um mit Netzen eingepackt sind. Diese engmaschigen Insektennetze stellen gemäss BirdLife Luzern weder für Vögel noch für andere Tiere eine Gefahr dar. Dasselbe gelte für die Hagelnetze.

BirdLife Luzern fordert: "Wer Obstbäume mit Netzen schützt, muss sich den Gefahren bewusst sein und verantwortungsvoll und sorgfältig handeln. Nur so kann unnötiges Leid verhindert werden. So wird Kirschenessen zum echten Genuss!"

21.6.2018

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