Gleitschirmpilot überlebt in Wolfenschiessen Sturz aus 70 Metern Höhe

Gleitschirmflieger (Symbolbild)

Gleitschirmflieger (Symbolbild)

Foto Joseph Birrer

Nachdem ein Gleitschirmflieger im Kanton Nidwalden in ein Heuseil flog, stürzte er rund 70 Meter in ein Bachtobel. Der Mann konnte schwerverletzt geborgen werden.

Ein 29-Jähriger ist am Freitagnachmittag bei Wolfenschiessen NW mit seinem Gleitschirm gegen ein Heuseil geflogen und abgestürzt. Beim Sturz in ein bewaldetes und unwegsames Bachtobel zog er sich schwerste Verletzungen zu. Die Rega barg ihn und brachte ihn in ein Spital.

Der Zustand des Verunglückten ist kritisch, wie die Kantonspolizei Nidwalden am Samstag mitteilt. Der Mann aus der Zentralschweiz flog längere Zeit im Gebiet westlich der Walenstöcke. Bei der Kollision mit dem Heuseil rissen die Leinen des Gleitschirms und der Pilot stürzte praktisch ungebremst 60 bis 70 Meter in das Bachtobel.

Bergung mit Seilwinde aus dem Bachtobel

Weil etliche Zeugen den Vorfall beobachtet hatten, konnte der Mann relativ rasch im unübersichtlichen und steilen Gelände gefunden werden. Die Bergung durch die Rega erwies sich als schwierig, weil die Absturzstelle direkt unter dem Heuseil lag. Der Pilot wurde schliesslich mit einer Seilwinde aus dem Tobel gezogen.

Das Heuseil ist auf der aktuellen Hinderniskarte für Flieger eingetragen, wie die Kantonspolizei weiter mitteilte. Die Rettungsflugwacht hält die Karte zusammen mit den Kantonen Ob- und Nidwalden sowie den betroffenen Bauern auf dem laufenden. Im Unglücksgebiet gibt es viele solcher Seile, mit denen die Bauern Heulasten von den höhergelegenen Wiesen abseilen.

Quelle: 20Minuten

10.9.2017

ZST Zentralschweizer Tafelrunde

Bild ZST Zentralschweizer Tafelrunde