Griff in den Lotteriefond war unsensibel

Der Luzerner Regierungsrat hat vom Parlament Kritik einstecken müssen, weil er eine Reise nach Moskau mit Mitteln aus dem Lotteriefonds finanzierte. Er habe damit unsensibel gehandelt, hiess es im Kantonsrat.

An der Moskau-Reise vom November 2013 waren unter anderen zwei Regierungsräte, der Stadtpräsident von Luzern sowie Vertreter von Luzern Tourismus, der Wirtschaft und der Universität beteiligt. Zudem gab das Luzerner Symphonie Orchester in Moskau ein Konzert.

Die Gesamtkosten beliefen sich nach Angaben des Regierungsrates auf 345'574 Franken. Dafür wurden 289'819 Franken aus dem Lotteriefonds entnommen, wobei mehr als die Hälfte davon dem LSO zugute kam.

Die Gelder im Lotteriefonds sind für gemeinnützige, kulturelle und sportliche Zwecke reserviert. Kultur und Bildung seien im Zentrum der Reise gestanden, sagte Regierungspräsident Robert Küng, der die Reise als Chance für Luzern bezeichnete. Die Verwendung der Gelder habe dem Gesetz entsprochen.

Kantonsrat Hans Stutz (Grüne) war mit diesen Ausführungen nicht zufrieden. Auch wenn die Reise der Kultur gedient habe, so sei fraglich, ob sie deswegen aus dem Lotteriefonds habe bezahlt werden müssen.

29.1.2014

ZST Zentralschweizer Tafelrunde

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