Gütsch-Besitzer zeigen sich «überrascht»

Die Château Gütsch Immobilien AG (CHGI) ist überrascht über das vom Stadtrat via Medienmitteilung kund gemachte neue Beitragsmodell . Es entspreche nicht dem bisher verhandelten.

Der Stadtrat will dem Stadtparlament beantragen, den Neubau der Gütschbahn mit 1,65 Millionen Franken mitzufinanzieren. Dieser Finanzierungsbeitrag soll in zwei Tranchen ausgerichtet werden, nämlich ein Sockelbeitrag bei Inbetriebnahme der Bahn und eine zweite Tranche als jährliche Beiträge. Diese würden nur unter der Voraussetzung ausgerichtet, dass die Bahn in Betrieb sei.

Wie die Château Gütsch Immobilien AG (CHGI) am Montag mitteilte, weicht der Stadtrat damit vom bisherigen, von beiden Seiten grundsätzlich als gut befundenen Verhandlungsresultat ab. Die CHGI sei hierüber überrascht .

Noch zu Beginn dieses Jahres seien sich die Château Gütsch Immobilien AG (CHGI) und der Stadtrat grundsätzlich einig gewesen, dass dem Parlament das bereits anfangs Dezember 2009 von beiden Seiten für gut befundene Finanzierungsmodell zur Genehmigung beantragt werden soll. Dieses sah vor, dass sich die Stadt mit einem Beitrag von 1,4 Millionen Franken an den Investitionskosten und einem Einmalbeitrag von 250 000 Franken an den Betriebskosten beteilige.

Abweichend von der ursprünglichen Lösung, dass der gesamte Beitrag bei Inbetriebnahme zu leisten seien, habe die CHGI im Sommer 2013 der Lösung zugestimmt, dass die Beiträge von der Stadt in zwei Tranchen verteilt über zwei Jahre bezahlt werden können. Dass die Stadt ihre Zahlungen nun offenbar über weitere Jahre verteilen will verwundert nach Ansicht der CHGI.

Ob die CHGI einer solchen Lösung zustimmen könne, lasse sich erst beurteilen, wenn die Stadt der CHGI das von ihr angedachte Modell in Zahlen näher erläutert. Sicher sei, dass die CHGI den Bau der Gütschbahn erst fortsetzen wird, wenn hinsichtlich der Finanzierungssituation Klarheit und Garantie besteht.

Nach Angaben von Michael Millership, Verwaltungsrat der CHGI, bedarf das Hotel Château Gütsch der Bahn nämlich nicht. Sie liesse sich im Rahmen des Hotelbetriebs nicht wirtschaftlich betreiben. Weil sich die CHGI aber der Bedeutung der Bahn für die Stadt Luzern bewusst sei, sei sie dennoch bereit, ihren Beitrag an den Bahnbetrieb zu leisten.

Die CHGI hoffe nach wie vor, dass mit der Stadt ein Finanzierungsmodell gefunden werden kann.

25.3.2014

ZST Zentralschweizer Tafelrunde

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