Guggsurruugger Guuggenmusig fahndet nach Maskendieb

Mit viel Herzblut und Arbeit haben die Guggsurruugger ihre Masken für die Fasnacht gebastelt. Nun wurden ihnen acht Grinden gestohlen. Auch die Polizei ermittelt im Fall.

Ihre Masken sind für Guuggenmusigen ein kleines Heiligtum: Erst wird in Sitzungen lange diskutiert, welches Sujet es sein soll, dann wird für viel Geld Material beschafft – und dann basteln die Guugger wochenlang während unzähligen Stunden an ihren Grinden, bis diese bereit sind für die nächste Fasnacht.

«Jeder Grind kostet hunderte Franken»

So wars auch bei den Guggsurruuggern aus Sursee. Dann kam kürzlich der Schock: «Zwischen dem 25. und 28. November wurden aus unserem Bastelraum im Schulhaus Neufeld in Sursee acht Grinde gestohlen. In jedem Grind stecken viele Stunden Handarbeit und einige hundert Franken Material», teilt Präsidentin Angela Stadelmann auf Facebook verzweifelt mit. Auch auf Instagram wurde der Aufruf veröffentlicht.

Nun hofft sie, dank dem Aufruf die liebevoll gefertigen Masken wieder beschaffen zu können: «Wir sind über jeden Hinweis dankbar und hoffen, dass die Grinde zu uns zurückfinden. Dieser Beitrag darf auch gerne geteilt werden, damit wir gemeinsam den Dieb schnappen können», heisst es im Post in der Gruppe «Du besch vo Soorsi wenn...».

Bastelraum ist nur für Guugger zugänglich

Wer die Masken geklaut haben könnte und vor allem über das Motiv dafür mögen die Guggsurruugger nicht spekulieren. «Die Grinde lagen in einem Raum der Schule, den wir für Bastelarbeiten benutzen dürfen und in dem wir die Grinde hergestellt haben. Dieser Raum ist nicht zugänglich für andere Leute. Wir können uns demnach nicht vorstellen, wer unsere Grinde genommen haben könnte und wollen auch keine Annahmen treffen», teilte eine Sprecherin der Gruppe mit.

«Wir wollen doch nur die Fasnacht geniessen»

Auf jeden Fall sind die Guggsurruugger nun traurig. «Die Masken haben nicht nur finanziellen Wert, sondern bedeuten für uns auch emotional viel, da jeder Grind separat von Hand bemalt wird und nun ein grosser Teil der Arbeit zunichte gemacht wurde. Es ist schade, dass uns jemand zuleide werken will, obwohl wir niemandem etwas tun und nur die Fasnacht geniessen wollen.»

Ob die Fasnächtler nun neue Masken basteln müssen, ist offen. Das werde entschieden, wenn die Ermittlungen der Polizei abgeschlossen seien. Die Polizei bestätigte, dass eine entsprechende Anzeige eingegangen ist. Bisherige Ermittlungen hätten ergeben, dass auf Bildern einer Videoüberwachung nichts zu sehen sei. Auch Einbruchsspuren beim Bastelraum seien nicht gefunden worden.

Auch anderen Guuggenmusigen wurden schon Grinde gestohlen. An der Fasnacht 2015 etwa wurde in Littau LU einem Tambourmajor der Grend geklaut. In Basel waren ebenfalls schon Larven-Diebe unterwegs: An der Fasnacht 2017 kamen dort vier Larven und zwei Trommeln weg. Noch schlimmer traf es etwa die Näbelhüüler Äbike: Ihnen wurde 2013 bei einem Jubiläumsausflug ein Reisecar mit sämtlichen Instrumenten gestohlen.

Quelle: 20Minuten

13.12.2018

Advent, Advent, dein Handy brennt! Erst die Antenne, dann die Tasten und zum Schluss der ganze Kasten!

Zeit, an diejenigen zu denken, die für jeden Brotkrümel dankbar sind.