Halloween – «Konfrontation mit Horrorclowns vermeiden»

Mit einem Merkblatt informiert die Luzerner Polizei zu den Verhaltensregeln an Halloween. Auch Horrorclowns sind ein Thema.

«Mit dem verbreiteten Aufkommen von Halloween kommt es auch immer wieder zu Streichen, die nicht erlaubt sind», sagt Kurt Graf, Sprecher der Luzerner Polizei. Diese informiert derzeit mit einem Merkblatt über Dos and Don'ts an Halloween.

Durch das Merkblatt sollen Halloween-Gänger – besonders Jugendliche und Kinder – auf korrektes Verhalten hingewiesen werden. «Die Luzerner Polizei empfiehlt Kindern und Jugendlichen, Halloween friedlich zu feiern und ihre Scherze nicht zu weit zu treiben», heisst es. Verkleiden, Sprüche aufsagen oder friedliches Aufhalten auf öffentlichem Grund sind natürlich erlaubt.

Mehr Polizeipatrouillen

Verboten sind hingegen Gewalt gegen Mensch und Tier, Klingelstreiche, das Betreten fremder Grundstücke oder Sachbeschädigungen. «Es kann nicht sein, dass Fassaden verunreinigt oder fremdes Eigentum beschädigt oder zerstört wird», so Graf. Das Merkblatt wird etwa auch an Schulen aufgelegt. Damit «mögliche Auswüchse früh unterbunden» werden können, wird die Polizei in der Gruselnacht auch vermehrt in Wohnquartieren patroullieren.

Auch Horrorclowns, die derzeit auch in der Schweiz für Aufsehen sorgen, beschäftigen die Luzerner Polizei. Letztes Jahr wurden zwar keine Fälle mit Horrorclowns registriert. «In der Zentralschweiz hat es auch schon vereinzelt solche Fälle gegeben», sagt aber Graf.

Kapo Schwyz zieht Eier und Rasierschaum ein

Generell rät Graf, dass auch Eltern ein wachsames Auge auf ihre Schützlinge haben und mit ihnen angemessenes Verhalten an Halloween thematisieren. Wer von einem Horrorclown bedroht oder gar angegriffen wird, soll sich laut Graf nur im Notfall selbst wehren. «Die Konfrontation sollte man wenn möglich meiden und die Polizei alarmieren», sagt er.

Die Kapo Schwyz ist auch für Halloween vorbereitet: «Wir sind vermehrt präsent und führen Kontrollen durch», sagt Sprecher David Mynall. Eier oder Rasierschaum sollte man besser zu Hause lassen: «Wir kontrollieren, ob jemand Gegenstände mit sich führt, die eindeutig auf Sachbeschädigungen hinweisen und dafür verwendet werden können.» In mehreren Fällen wurden letztes Jahr etwa Mehl und Eier eingezogen. Auch habe man Jugendlichen Schlagringe und Laserpointer abgenommen. Mit Horrorclowns hatte man im Kanton Schwyz bisher nicht zu tun.

Der Zuger Polizei sind bisher keine Vorfälle mit Horrorclowns bekannt. Sie beobachtet die Situation aber sehr genau. «Sollten solche Horrorclowns in Erscheinung treten, werden die Einsatzkräfte einschreiten und wenn nötig Personenkontrollen durchführen», sagt Sprecher Frank Kleiner. Die Kapo wird am 31. Oktober im ganzen Kantonsgebiet unterwegs sein – auch in den Wohnquartieren. Kleiner: «Dabei werden die Polizisten Jugendliche und Erwachsene, die auf den Strassen unterwegs sind, auch darüber informieren, dass Unfug weitreichende Konsequenzen nach sich ziehen kann.» Die Reinigung einer mit Eier verschmierten Fassade etwa könne sehr teuer werden.

27.10.2016

ZST Zentralschweizer Tafelrunde

Bild ZST Zentralschweizer Tafelrunde