Hausfriedensbruch – 27 Gundula-Hausbesetzer zu Bussen verurteilt

Hausebesetzung Obergrundstrasse Luzern

Hausebesetzung Obergrundstrasse Luzern

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Die Hausbesetzer der Bodum Villa wurden verurteilt — 27 Personen müssen mit Bussen bis zu 500 und mit Geldstrafen bis zu 2000 Franken rechnen.

Am 9. April 2016 wurde der Luzerner Polizei gemeldet, dass mehrere Personen der Hausbesetzergruppe Gundula die leerstehende Liegenschaft von Bodum Invest AG in der Obergrundstrasse 99 illegal besetzten. Der Villa-Eigentümer reichte Strafklage wegen Hausfriedensbruch ein. Daraufhin verliess die Gruppe Gundula die Villa am 30. April freiwillig.

27 Personen wurden nun wegen Hausfriedensbruch oder Gehilfenschaft dazu mit bedingten Geldstrafen bis zu 2000 Franken und mit Bussen bis zu 500 Franken bestraft. Zudem muss die Hausbesetzergruppe Gundula die Verfahrenskosten von bis zu 460 Franken bezahlen.

Bei den Verurteilten handelt es sich um neun Frauen und achtzehn Männer, die aus der Schweiz (25), Serbien (1) und Lettland (1) stammen. Sie sind zwischen 19 und 34 Jahren alt und wohnen in den Kantonen Luzern, Zürich und Genf.

Urteile noch nicht rechtskräftig

Insgesamt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen 33 Personen. Drei Fälle sind noch offen, weil sie wegen zusätzlicher Delikte an andere Staatsanwaltschaften überwiesen wurden.

Es wurden weitere Untersuchungen gegen drei Journalisten geführt, welche über die Hausbesetzung berichtet haben. Der Verdacht war, dass sie sich ohne Bewilligung illegal auf dem Gelände aufhielten. Eine Person wurde verurteilt, in den anderen zwei Fällen wird die Untersuchung voraussichtlich eingestellt.

Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig, teilte die Luzerner Staatsanwaltschaft am Montag weiter mit.

25.4.2017

ZST Zentralschweizer Tafelrunde

Bild ZST Zentralschweizer Tafelrunde