Im Luzerner Theater wird es genussvoll

Stadttheater Luzern

Stadttheater Luzern

Foto Joseph Birrer

Ab dem 20. Oktober 2018 verwandelt sich die Box vor dem Theater in eine offene Küche, in der gekocht wird, während Aufführungen gezeigt werden.

Das Luzerner Theater präsentiert fünf Inszenierungen rund um die Themen Essen und Zusammenleben. Ein Kochexperiment von Christophe Meierhans, einen kulinarisch-theatralen Abend von Yves Wüthrich, eine Inszenierung in Eigenregie des Ensembles, einen küchenphilosophischen Abend von Giacomo Veronesi und die Performance einer fiktiven Dorfchronik von Franz von Strolchen. Ausserdem wird die «Box» während des Festivals, wie jede Küche, zum Herzstück des Hauses. Hier, im Setting von Christophe Meierhans` Küche begegnen sich Mitarbeiterinnen, Publikum und Spontanbesucher, man kann zusammen Kaffee trinken und über Geschmäcker, Alltagsthemen und natürlich Theater diskutieren.

Essen verbindet, aber wo gekocht und gegessen wird, kommen auch individuelle Vorlieben und unterschiedliche Vorstellungen kultureller, ökonomischer, ästhetischer und ethischer Art zur Geltung. In der Küche werden Konflikte ausgetragen, alltäglich brennende Themen werden diskutiert, es wird gefeiert und Zusammenarbeit praktiziert. Die Küche ist also in anderen Worten auch die kleinste Zelle der Demokratie. Demokratische Prozesse beinhalten Streitgespräche, aufregende Abstimmungen, aber auch bereichernde Auseinandersetzung mit Fremdem, unverhoffte Begegnungen und beglückende Einigungen. Und natürlich soll es an Essen und Getränken nicht fehlen.

27.9.2018

Wake me up when September ends