Immer weniger Primarschüler besuchen Niveau C der Sekundarschule

Luzern

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Foto Joseph Birrer

3’737 Schülerinnen und Schüler haben das Übertrittsverfahren 2018 von der Primarschule in die Sekundarstufe I abgeschlossen. Die meisten besuchen im nächsten Schuljahr das Niveau B der Sekundarschule. Es gibt aber grosse Unterschiede in den Gemeinden.

Für 3’737 Schülerinnen und Schüler ist nach dem Übertrittsverfahren 2018 klar, wohin sie nach der Primarschule wechseln. Die meisten steigen nach den Sommerferien ins Niveau B der Sekundarschule (1’151) ein, gefolgt vom Niveau A (929). 925 Schülerinnen und Schüler werden die Sekundarschule im Niveau C starten, davon 152 mit individuellen Lernzielen. Das Langzeitgymnasium werden 719 Schülerinnen und Schüler besuchen.

Anhaltende Trends

Der Anteil an Schülerinnen und Schülern, die in höhere Niveaus wechseln, nimmt auch im aktuellen Schuljahr zu. Ein Vergleich der aktuellen Zahlen mit jenen der vergangenen zehn Jahre zeigt, dass das Langzeitgymnasium (19,2 Prozent) und das Niveau A der Sekundarschule (24,9 Prozent) so beliebt sind wie noch nie. Demgegenüber besuchen immer weniger Schülerinnen und Schüler das Sekundarschulniveau C. Im aktuellen Schuljahr sind es 24,8 Prozent.

Charles Vincent, Leiter der Dienststelle Volksschulbildung sieht darin eine gesellschaftliche Ursache: «Viele Eltern wollen, dass ihre Kinder ein möglichst hohes Niveau besuchen können. Diese Zielsetzung kann Kinder aber auch überfordern.» Ein Blick auf die Geschlechterverteilung zeigt: Bei den Übertritten ans Gymnasium und ins Niveau A überwiegen die Mädchen, die Niveaus B und C besuchen mehrheitlich Knaben.

Unterschiede in den Gemeinden

Die Übertrittsquoten der einzelnen Gemeinden unterscheiden sich stark. Im aktuellen Schuljahr treten in einigen Gemeinden bis zu 90 Prozent der Schülerinnen und Schüler in das Langzeitgymnasium oder das Niveau A über. Demgegenüber gibt es einzelne Gemeinden, aus denen kaum Schülerinnen und Schüler den Wechsel in diese Stufe vollziehen. Diese Zahlen sind jedoch mit Vorsicht zu interpretieren. Gerade bei kleinen Gemeinden können sie stark schwanken. Gemäss Vincent beobachtet die Dienststelle Volksschulbildung die Übertrittsquoten über die Jahre hinweg genau und interveniert bei Bedarf bei den Gemeinden.

8.6.2018

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