Integrationsvorlehre für Flüchtlinge

INVOL

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Die Integrationsvorlehre (INVOL) richtet sich an anerkannte Flüchtlinge und vorläufig aufgenommene Jugendliche, welche bereits einen spezifischen Berufswunsch haben. Bild ZVG

Das Pilotprojekt Integrationsvorlehre (INVOL) Zentralschweiz wurde vom Staatsekretariat für Migration bewilligt. Die INVOL bereitet anerkannte Flüchtlinge und vorläufig aufgenommene Jugendliche branchenspezifisch auf den Einstieg in eine berufliche Grundbildung vor.

Die Integrationsvorlehre ist ein neues zusätzliches Angebot der Brückenangebote in den Zentralschweizer Kantonen (LU, ZG, OW, NW, UR, SZ). Es richtet sich an anerkannte Flüchtlinge und vorläufig aufgenommene Jugendliche, welche bereits einen spezifischen Berufswunsch haben. Luzern reichte hierzu beim Staatsekretariat für Migration (SEM) das Konzept «INVOL Zentralschweiz» ein. Für das erste Jahr wurde der Zentralschweiz ein Kontingent an 50 Praktikumsplätzen zugesagt, bei welchen das SEM den branchenbezogenen Unterricht finanziert.

Fünf Branchen mit dabei

In der Zentralschweiz beteiligen sich fünf Branchen an diesem Pilotprojekt und bieten INVOL Praktikumsplätze an. Weitere Branchen sind noch in Abklärung. Die Branchen Bäckerei/Konditorei, Detailhandel, Gastronomie (Koch/Köchin), Gebäudereinigung und Logistik haben ihrerseits beim SEM sogenannte Kompetenzjournale, fachliche Inhalte, für die INVOL eingereicht und die Zusage, INVOL Praktikumsplätze anzubieten, erhalten. Unternehmen, die INVOL Praktikumsplätze anbieten, sind auf der Webseite des Projekts aufgeführt und werden laufend aktualisiert.

Was beinhaltet die Integrationsvorlehre?

Die ein Jahr dauernde INVOL bereitet Jugendliche auf den Einstieg in eine berufliche Grundbildung vor, also auf das eidgenössische Berufsattest (EBA) oder eidgenössische Fähigkeitszeugnis (EFZ). Die Ausbildung erfolgt im ersten Arbeitsmarkt und vermittelt grundlegende Kompetenzen im gewählten Berufsfeld. Die Lernenden arbeiten in der Regel an drei Tagen pro Woche im Betrieb, an zwei Tagen besuchen sie ein Brückenangebot im Wohnortskanton zur sprachlichen und allgemeinbildenden Förderung. Im Betrieb sammeln die Lernenden praktische Erfahrung im angestrebten Berufsfeld und in den branchenspezifischen Kompetenzzentren erwerben sie berufsfeldbezogene Kompetenzen wie zum Beispiel Fachsprache und Berufskunde.

Praktikumsplätze versus INVOL Praktikumsplätze

Der Unterschied zwischen einem Praktikumsplatz für jugendliche Flüchtlinge und einem INVOL Praktikumsplatz liegt zum einen am berufsspezifischen Unterricht, den die Jugendlichen in der INVOL besuchen – zum anderen im Engagement der Branchen, die sich die Praktikumsplätze suchen. Die 50 INVOL Praktikumsplätze helfen mit, den Bedarf an den 150 Praktikumsplätzen für jugendliche Flüchtlinge zu decken.

Zusammenarbeit in der Zentralschweiz

Die Zentralschweizer Kantone vermitteln Jugendliche, welche für die INVOL in Frage kommen, an die Triage der Dienststelle Berufs- und Weiterbildung des Kantons Luzern. Die Jugendlichen können nur über eine Institution, zum Beispiel ein Brückenangebot oder die zuständige Fachperson, bei der Triage angemeldet werden. Die Triage des BIZ prüft die Eignung des oder der Jugendlichen. Bei einem positiven Entscheid kann der/die Jugendliche sich bei den Unternehmen, welche die INVOL anbieten, bewerben.

14.3.2018

Dem Frühling zu wir streben -  ZST

Dem Frühling zu wir streben

aus «Lohengrin» von Richard Wagner

Bild ZST Zentralschweizer Tafelrunde