Kälber, weisse Esel und neugierige Ferkel im Tierpark Goldau

Jungtiere Tierpark Goldau

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Der Haustierpark im Natur- und Tierpark Goldau hat Nachwuchs bekommen: Ein Evolèner-Kalb, ein Weisser Barock-Esel und zehn Ferkel sorgen für Unterhaltung. Da darunter aber Tiere von seltenen Rassen sind, sind sie auch freudige Botschafter für ihre Erhaltungszuchtprogramme.

Seit April hat es im Haustierpark monatlich Jungtiere gegeben. Ende April kam ein EvolènerKalb zur Welt. Diese alte Schweizer Rasse wurde ursprünglich im Wallis gezüchtet und ist eng mit dem Eringer Rind verwandt – durch die Zucht wurden die beiden Rassen quasi getrennt: Die einfarbigen Tiere gelten als Eringer, die gescheckten als Evolèner Rinder. Im 20. Jahrhundert gab es nur noch sehr wenige Evolèner; die Rasse stand kurz vor dem Verschwinden. Mit der Haltung und Zucht der Hornträger mit dem typischen «Stern» auf der Stirn engagiert sich der Natur- und Tierpark Goldau für den Erhalt dieser nach wie vor stark gefährdeten Rasse.

Zehn kleine Ferkel unterwegs im Park

Auch bei den Hausschweinen gab es Nachwuchs, und das gleich zehnfach. Die Ferkel waren in den ersten Wochen nach der Geburt noch sehr scheu und zogen sich häufig zurück – diese Zeiten sind aber vorbei. Zurzeit entdecken sie die Umgebung auch ausserhalb ihrer Anlage und leben ihre wilde Seite aus. So kann es vorkommen, dass man beim Mittagessen auf der Terrasse des Restaurants Grüne Gans plötzlich Gesellschaft bekommt. Falls die Ferkel nicht rosa, sondern voller Schlamm daherkommen: Das Suhlen im Schlamm machen die Allesfresser nicht nur aus Spass. Da Schweine nicht schwitzen können, kühlen sie so ihren Körper ab und reinigen sich gleichzeitig von Parasiten.

Der weisse Esel, der kein Albino ist

Ende Juni kam dann mit einem Weissen Barock-Esel der vorerst letzte Nachwuchs im Haustierpark zur Welt. Der Hengst dürfte künftig wohl eine wichtige Rolle spielen – im Zuchtbuch sind momentan lediglich 290 fortpflanzungsfähige Individuen eingetragen und damit ist die Rasse stark gefährdet. Dies beschäftigt den Jungspund aber überhaupt nicht, er erkundet lieber neugierig seine Umgebung. Sogar der Weidezaun konnte ihn kürzlich nicht aufhalten; die Rückkehr zur Mutter gelang ihm dann allerdings erst mit der Hilfe der Tierpflegerinnen und Tierpfleger.

Fälschlicherweise wird der Barock-Esel auch Albinoesel genannt. Albinismus ist jedoch eine angeborene genetisch bedingte Variante: Betroffenen Tieren fehlen die Grundfarbpigmente. Die Barock-Esel besitzen aber Farbpigmente; die helle Farbe wurde im Barock gezielt herausgezüchtet. Denn die Farbe Weiss galt als Lichtbringer und die Tiere standen für «das Gute».

Quelle: Tierpark Goldau

Bilder ZVG: Tierpark Goldau

25.7.2018

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