Kampagne soll das Image von Luzern-Süd verbessern

Luzern Süd

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Screenshot ZVG Luzern Süd

Das Riesen-Projekt Luzern Süd wurde laut den Verantwortlichen bisher von der Bevölkerung zu negativ wahrgenommen. Nun soll eine Kampagne Gegensteuer geben.

Im Grenzgebiet zwischen Horw, Kriens und Luzern ensteht ein neuer Lebensraum: Luzern Süd soll dereinst Wohn- und Arbeitsplätze für 10'000 bis 15'000 Menschen bieten. Konkret erstreckt sich der neue Stadtteil vom Eichhof über das Gebiet Mattenhof bis zur Horwer Seebucht. «Bisher haben wir vor lauter Planung und Umsetzung ein bisschen vergessen, der Bevölkerung zu erklären, was da überhaupt passiert», sagt Jürg Meyer, Ressortleiter Raum, Siedlung und Mobilität beim Gemeindeverband Luzernplus. So wurde nun ein Informationsflyer lanciert, der an die Haushalte im Gebiet Luzern Süd verteilt wird. Ausserdem wurde eine Website eingerichtet.

«Wir wollen den Leuten unsere Vision zeigen», so Meyer weiter. Thomas Glatthard, Gebietsmanager Luzern Süd, ergänzt: «Die Informationskampagne soll eine positive Grundstimmung in der Bevölkerung schaffen. Es soll keine Abwehrhaltung geben.» Bisher sei das Projekt nur punktuell in den Köpfen präsent gewesen und meist dann, wenn es irgendwo Probleme gegeben habe.

«Flyer soll die Leute emotional ansprechen»

«Uns war wichtig, dass der Flyer nicht so trocken und planerisch daherkommt», erklärt Glatthard. Man solle ihn gerne anschauen und er soll die Leute emotional ansprechen. «Grundsätzlich bietet er einen einfachen Überblick, welches Teilprojekt gerade auf welchem Stand ist.» Zudem werde in jeder Ausgabe eine andere Transformationsgeschichte erzählt: «Dieses Mal geht es ums alte Zentralbahntrassee, das zum Velo- und Fussweg umgebaut wurde.» Die Website soll laufend ergänzt und gelegentlich ein Neudruck des Flyers gemacht werden.

«Wollen keine Trabantenstadt erschaffen»

«Bisher ist der neue Stadtteil noch ein zartes Pflänzchen», ist sich der Krienser Gemeindepräsident Cyrill Wiget (Grüne) bewusst. Es gebe keine klare Orientierung zu einem Zentrum und auch keine Geschichte zum Stadtteil. «Wir wollen auf keinen Fall eine Trabantenstadt erschaffen», so der Politiker weiter. «Wir setzen auf die Durchmischung von Wohnen und Gewerbe. Der Lebensraum soll verdichtet werden und gleichzeitig die Naherholungsgebiete leicht erreichbar sein.» Weiter solle etwa mit dem Neubau der Musikhochschule auch ein kultureller Schwerpunkt gesetzt werden.

Am Megaprojekt beteiligt sind die Gemeinden Kriens, Horw und die Stadt Luzern, aber auch verschiedene Investoren und Planungsunternehmen. Obwohl sich die Partner in groben Zügen einig seien, stelle das konkrete Ausarbeiten der Teilprojekte eine grosse Herausforderung dar, so Thomas Glatthard: «Da müssen dann viele Detailfragen diskutiert werden.» Kontrovers besprochen würden oft Verkehrsfragen wie die Anzahl Parkplätze oder die Busbevorzugung im Strassenverkehr. Glatthard: «Bis auf den einzelnen Arealen gebaut werden kann, braucht es viel Zeit.»

Quelle: 20Minuten

27.4.2017

ZST Zentralschweizer Tafelrunde

Bild ZST Zentralschweizer Tafelrunde