Kanton Luzern schafft ein Sozialversicherungszentrum

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Foto Joseph Birrer

Der Kanton Luzern will die Ausgleichskasse, die IV-Stelle und die Dienststelle Wirtschaft und Arbeit zu einem Sozialversicherungszentrum vereinen. Dank des gemeinsamen Standorts können Synergien genutzt und die Kundenorientierung gesteigert werden.

Die Massnahme ist Teil der sogenannten Organisationsentwicklung, die eine Vielzahl verwaltungsinterner Massnahmen umfasst und den Staatshaushalt um insgesamt 40 Millionen Franken entlasten soll. Wie viel Geld dank des neuen Sozialversicherungszentrum eingespart werden kann, ist nach Angaben eines Departementssprechers noch nicht bekannt.

Entlassungen seien bei der Schaffung des Sozialversicherungszentrums nicht vorgesehen, teilte die Staatskanzlei mit. Ziel sei es, bei Synergiegewinnen natürliche Fluktuationen zu nutzen.

Finanziert werden soll der neue Standort von der Ausgleichskasse Luzern. Diese ist eine selbständige öffentlich-rechtliche Institution. Eine finanzielle Beteiligung des Kantons am neuen Standort sei nicht vorgesehen, teilte die Staatskanzlei mit.

Die Ausgleichskasse Luzern ist in neun Sozialversicherungszweigen tätig, unter anderem in der AHV, der IV und der Arbeitslosenversicherung. Die IV-Stelle Luzern ist eine Vollzugsstelle der eidgenössischen Invalidenversicherung. Die Dienststelle Wirtschaft und Arbeit ist für den kantonalen Arbeitsmarkt, die Arbeitsbedingungen und die Durchführung der Arbeitslosenkasse zuständig.

Die Dienststelle Wirtschaft und Arbeit ergänze die Leistungen der Ausgleichskasse und der IV-Stelle, schreibt die Staatskanzlei. Durch die Zusammenführung der drei Institutionen entstehe ein zukunftsorientiertes Dienstleistungsunternehmen.

Das Einführungsgesetz zum Sozialversicherungszentrum soll 2019 in Kraft treten.

31.5.2017

ZST Zentralschweizer Tafelrunde

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