Kauf einer Fasnachtsplakette ist Ehrensache

Luzerner Fasnacht 2017

Luzerner Fasnacht 2017

Foto Joseph Birrer

In Luzern sind seit Dienstag die Plakettenverkäufer unterwegs und versuchen, die metallenen Anhänger mit Charme und Lautsprecher unters Volk zu bringen. Kein leichtes Unterfangen.

Jahr für Jahr verkaufen Freiwillige die Plaketten des Luzerner Fasnachtskomitees (LFK). «Es ist nicht einfacher geworden, unsere Plaketten zu verkaufen», stellt Peti Federer, Medienchef der LFK, fest. Es sei jedes Jahr eine Herausforderung, genügend Helfer zu finden, die durch die Strassen ziehen und die Plaketten zum Kauf anbieten. Um Freiwillige anzulocken, hat sich das LFK zwei Boni ausgedacht: So erhalten die Verkäufer erhalten eine «angemessene Provision». Und das LFK schürt den Wettbewerb unter den Verkäufern: Der beste Verkäufer sowie die beste Verkaufsgruppe werden zusätzlich mit einem «tollen Preis» honoriert.

Plakette kaufen, ob Fan oder nicht

Auch der Verkauf sei viel Arbeit, denn heute gibt es viele Alternativen und Konkurrenz: «Jede Guuggenmusig hat ihren eigenen Pin», so Federer. «Wir müssen die Leute sensibilisieren, dass sie eine Plakette kaufen», so Federer. «Es macht Freude, eine Plakette zu tragen. Man unterstützt die Fasnacht dadurch», sagt Plakettenverkäufer Heinz Kaufmann von der Wey Zunft. «Das Kaufen und Tragen einer Plakette ist Ehrensache. Egal, ob man Fasnachtsfan ist oder nicht», sagt Federer. Man unterstütze damit die Luzerner Kultur. Denn mit dem Gewinn der Plaketten werden soziale Institutionen unterstützt.

Keine Verkaufsstrategie

Eine Strategie, um möglichst viele Plaketten zu verkaufen, gibt es an sich nicht. «Man muss etwas mit den Leuten reden und dann geht es», sagt Kaufmann. Wichtig sei «etwas Spass zu machen». Einige Verkäufer berichten, dass sie bis jetzt weniger als in den Jahren zuvor verkauft haben. «Es sind weniger Leute als sonst in der Stadt», so ein Plakettenverkäufer. Hilfe beim Verkauf erhalten sie durch drei fahrende Plakettenautos. Die Speakers fordern vom Auto aus mit Charme und Reimform die Passanten zum Kauf einer Plakette auf. Über Lautsprecher sind ihre Sprüche nicht zu überhören.

Plaketten haben Leidenschaftswert

Die Plaketten sind Sammelobjekte, die einen symbolischen Wert haben. Neben den «normalen» Plaketten gibt es auch limitierte und nummerierte Plaketten, die teurer sind. «Diese haben einen Leidenschaftswert», so Federer. Es gibt Sammler, die jedes Jahr den kompletten Satz kaufen. Zudem gibt es auch spezielle Plaketten, die das LFK anbietet. «Die kann man nicht kaufen und sind deshalb sehr gesucht», erklärt Federer. Man erhält diese nur, wenn man Mitglied ist oder als freiwilliger Helfer an der Fasnacht aushilft.

Plaketten des LFK gibt es ab 8 Franken (Kupfer) bis zu 150 Franken (Vierersatz im Rahmen). Das Goldkombi-Paket (Goldplakette + Goldpin, beide nummeriert) kostet 130 Franken.

Quelle: 20Minuten

7.2.2018

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