Kirchfeld Horw offiziell übergeben

Kirchfeld Horw

Kirchfeld Horw

Der Verwaltungsrat der Kirchfeld AG (von Links): Oskar Mathis, Doris Schmidli, Clemens Hunziker und Philipp Keller (Präsident), es fehlt Maggie Rindlisbacher. Ganz rechts Gemeindepräsident Ruedi Burkard. Bild ZVG

Ende Juni hat der Gemeinderat Horw die Verantwortung für das Kirchfeld – Haus für Betreuung und Pflege offiziell an den neu formierten Verwaltungsrat der gemeinnützigen Aktiengesellschaft übergeben.

Mit dem deutlichen Ja der Horwer Stimmberechtigten am Sonntag, 4. März 2018 wurde die Überführung des Kirchfelds – Haus für Betreuung und Pflege in eine gemeinnützige Aktiengesellschaft eingeleitet. Die neuen Strukturen greifen rückwirkend auf den 1. Januar 2018. Die AG ist vollständig im Besitz der Gemeinde Horw, welche mit dem Unternehmen eine Leistungsvereinbarung abschliesst. So kann die Politik weiterhin Einfluss nehmen auf die Strategie, Ziele sowie Leitlinien zu Angeboten, Finanzen, Ethik und Qualität.

Fachkompetente Persönlichkeiten im ersten Verwaltungsrat

Sofort nach dem positiven Entscheid der Bevölkerung startete das Auswahlverfahren für die fünf Verwaltungsratsmitglieder, welches durch ein externes Büro begleitet wurde. Mitte Mai 2018 wählte der Horwer Gemeinderat Philipp Keller, CEO des KKL Luzern, zum Verwaltungsratspräsidenten. Unter Beizug von Philipp Keller komplettierte der Gemeinderat den Verwaltungsrat mit Maggie Rindlisbacher (Gesamtleiterin Pflege/Therapien am Zuger Kantonsspital), Doris Schmidli (Leiterin Finanz- und Rechnungswesen an der Universität Luzern) und Clemens Hunziker (Direktor des Hotels Schweizerhof Luzern). Die Interessen der Gemeinde Horw als Aktionärin werden durch den Gemeinderat Gesundheit und Soziales Oskar Mathis wahrgenommen. «In dieser Konstellation vereint der Verwaltungsrat der Kirchfeld AG ausgewiesene Expertinnen und Experten in den Bereichen Pflege/Langzeitbetreuung, Gastronomie, Immobilien, Personal sowie Management/Betriebswirtschaft. Mit Doris Schmidli und Clemens Hunziker sind neben Oskar Mathis zwei weitere Personen und somit die Mehrheit aus unserer Gemeinde», freut sich Ruedi Burkard, Gemeindepräsident.

Gemeinderat übergibt dem Verwaltungsrat ein gut aufgestelltes Unternehmen

Für die offizielle Stabsübergabe fand sich am Donnerstag der Horwer Gemeinderat im Kirchfeld – Haus für Betreuung und Pflege ein. Vor den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie der Belegschaft des Kirchfelds blickte Ruedi Burkard zurück auf die Entwicklung, die das Kirchfeld in den letzten Jahren genommen hat. «Wir können dem ersten Verwaltungsrat der Kirchfeld AG eine gut aufgestellte und funktionierende Organisation übergeben. In der Selbständigkeit wird das Kirchfeld nun noch beweglicher. Es kann dank unternehmerischem Spielraum schneller Entscheidungen treffen, um sich den laufend verändernden Anforderungen in der Alterspflege anzupassen», sagte Burkard.

Oskar Mathis, der seit 2003 als Sozialvorsteher für die Belange des Kirchfelds zuständig ist, dankte der Belegschaft des Kirchfelds für die tägliche Arbeit und grossartige Leistung in der Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner. Er versprach, sich weiterhin für die Anliegen der Pflegebedürftigen zu engagieren.

Vor einem lodernden Feuer erhielten die Verwaltungsräte ein symbolisches Geschenk. Es ist ein Picknickset mit dem handlichen Brändi-Grill, das «wunderbar in Rucksäcke und sogar Aktentaschen passt,» sagte Mathis und fügte an: «Wir sind überzeugt, dass auch ihr Feuer und Flamme seid, um die anstehenden Herausforderungen zu meistern. Halten wir also die Glut warm für eine konstruktive Zusammenarbeit, damit das Wohlergehen unserer betagten Bevölkerung weiterhin eine Herzensangelegenheit des Kirchfelds bleibt».

Der Funken ist gesprungen

Philipp Keller wird der erste Verwaltungsratspräsident der Kirchfeld AG sein. «Der Auftrag ist klar, der Funken ist gesprungen. Es ist unser gemeinsames Ziel, im Kirchfeld eine hochstehende Betreuung der betagten Bevölkerung sicherzustellen. Und mit dem symbolstarken Geschenk können wir ja nicht anders, als mit zündenden Ideen durchzustarten», sagte Keller.

Als eine der ersten Arbeiten steht im Verwaltungsrat die Entwicklung der künftigen Unternehmens-strategie an. Über die Beteiligungsstrategie und über die Leistungsvereinbarung wird die politische Gemeinde in regelmässigem Abstand Einfluss auf Ziele und Leitlinien zu Angeboten, Finanzen, Ethik und Qualität im Kirchfeld nehmen. Bis ins Jahr 2022 stehen Investitionen für Sanierungen und Modernisierungen von knapp 29 Millionen Franken an. Die Kirchfeld AG wird dank einer gesunden Finanzierung in der Lage sein, diese Investitionen aus eigener Kraft zu bewältigen.

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