Ladenmieter mit Mall of Switzerland unzufrieden

Mall of Switzerland

Mall of Switzerland

Bild ZVG

Acht Monate nach der Eröffnung ist die Stimmung in den Mall-Geschäften getrübt. Der Kundenansturm bleibt offenbar aus, es laufe «katastrophal», berichtet ein Mieter.

«Am Anfang lief es besser, aber jetzt haben die Frequenzen abgenommen. Ich bin froh, dass ich nicht nur von der Mall abhängig bin, sondern auch online verkaufe», sagt der Betreiber eines Ladens in der Mall of Switzerland in Ebikon zur «Sonntagszeitung». Nach der Eröffnung des zweitgrössten Einkaufszentrums der Schweiz Anfang November sind die Kundenzahlen tiefer als erwartet: Zwei Millionen Besucher waren es nach knapp sechs Monaten. Das Jahresziel liegt fünf Millionen Kunden.

Die Situation bereitet einigen eingemieteten Geschäften offenbar Sorgen: «Wenn wir den Jahresumsatz mit den aktuellen Zahlen hochrechnen, erzielen wir nicht mal ein Viertel der Einnahmen, die wir budgetiert haben», sagt ein Vertreter eines der grösseren Geschäfte. Es laufe «katastrophal», sagt er zur Zeitung. Besser laufe es bei Geschäften, die nahe bei den Rolltreppen sind oder neben der Migros.

«Interessante Zwischennutzung»

Laut dem Bericht der Sonntagszeitung wurde nun eine Projektgruppe eingesetzt, die sich mit der Zukunft der Mall befasst. Hauptthema sei, wie die Flächen im Attikageschoss künftig genutzt werden sollen. Offenbar hätten die Eigentümer aus Abu Dhabi dies verlangt. Denn dort sei mit rund 3000 Quadratmetern nur rund die Häflte der Fläche vermietet. Insgesamt seien rund 80 Prozent der verfügbaren Fläche vermietet.

«Für die Ladenflächen im Attika­geschoss werden aktuell Konzeptanpassungen erarbeitet», sagt Mall-Manager Jan Wengeler. Dabei solle es auch um Vermietungen ausserhalb des Detailhandels gehen. Auch eine «interessante Zwischennutzung» werde geprüft. Details dazu gibt es aber nicht.

Immerhin: Besucher der Mall geniessen ihren Besuch. «Wir kommen oft hierher. Es gibt coole Läden und wenig Leute», sagte eine Teenagerin. Und die Mutter eines Mädchens meint: «Wir sind oft hier. Das ist praktisch für uns. Unsere Tochter stolpert hier niemandem vor die Füsse, da die Mall kaum je voll ist.»

Quelle: 20Minuten

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