Luxus-Resort auf dem Bürgenstock will nun doch auch Schweizer anstellen

Bürgenstock Resort

Bürgenstock Resort

Bild ZVG Kanton Nidwalden

Für seine Personalsuche musste das Luxus-Resort auf dem Bürgenstock in den letzten Tagen viel Kritik einstecken. Nun erklären sich die Verantwortlichen.

Zurzeit ist noch unklar, wie der Prozentsatz zwischen inländischen und ausländischen Angestellten im Bürgenstock-Resort wirklich aussehen wird. Sicher ist jedoch, dass die Aussage des Directing Managers Bruno Schöpfer dem Resort viel Kritik einbrachte. «70 bis 80 Prozent unserer Mitarbeiter müssen wir aus dem Ausland haben», sagte er zur SRF-«Rundschau». Demnach würden von den 800 Mitarbeitern 600 im Ausland rekrutiert.

Dies störte SP-Kantonsrat David Roth gewaltig. In einem Vorstoss fordert er eine Sistierung der 625'000 Franken, die der Kanton für ein neues Shuttle-Schiff zwischen Luzern und Bürgenstock bereitstellen will. Bevor das Geld fliesse, müsse das Bürgenstock-Management aufzeigen, wie es möglichst viele inländische Arbeitskräfte anstellen wolle, so Roth im Postulat. Die Eröffnung des Resorts erfolgt im Sommer 2017.

«Viele arbeiten bereits in der Schweiz»

Die Verantwortlichen haben dazu nun Stellung genommen: «Aufgrund des grossen Bedarfs an Angestellten rekrutiert das Resort auch ausländische Arbeiter», heisst es in einer Medienmitteilung. «Viele von ihnen arbeiten jedoch bereits in der Schweiz.» Der Bedarf an gut ausgebildeten Mitarbeitenden sei gross und dementsprechend gross seien auch die Anstrengungen, geeignetes Personal zu finden.

Das Resort suche intensiv nach Personal in der Region und der ganzen Schweiz. «Die Verantwortlichen besuchen seit Jahren Hotelfachschulen und veranstalten Mitarbeiter-Events. Zudem wurde während der Sommerausstellung im Länderpark Stans die Möglichkeit geboten, sich spontan beim Resort zu bewerben», heisst es in der Mitteilung weiter. Rund 500 Spontanbewerbungen seien dabei eingegangen.

30 Prozent Schweizer, 70 Prozent Ausländer

Aufgrund der Erfahrungen bei der Mitarbeitersuche werde davon ausgegangen, dass rund 30 Prozent Schweizer und 70 Prozent Ausländer im Resort beschäftigt sein werden. Im Ausland rekrutieren müsse man etwa, da sich beispielsweise bei den rund 100 gesuchten Köchen Engpässe abzeichneten. Es gehe aber nicht darum, Billigarbeiter zu finden: «Ausländische und inländische Angestellte werden gleich entlöhnt.»

Der Grossteil der Personalrekrutierung findet im Frühling 2017 statt. Bereits jetzt seien zahlreiche Stellen unter anderem beim regionalen Arbeitsvermittlungszentrum Obwalden/Nidwalden ausgeschrieben.

Quelle: 20Minuten

26.11.2016

ZST Zentralschweizer Tafelrunde

Bild ZST Zentralschweizer Tafelrunde