Luzerner Band MONOTALES veröffentlicht neue CD

Mauro Guarise, Sänger der Luzerner Band «Monotales», spricht mit Stefan Kämpfen über seine Musik, seine Vorlieben und seine Träume.

Stefan Kämpfen: Am 19. Oktober erscheint bereits Eure vierte CD mit dem Titel «Kiss The Money And Run». Erzählen Sie uns etwas über die neuste Veröffentlichung. Wollt Ihr eine Bank überfallen?

Mauro Guarise: Das würde einige Probleme der Band sicher lösen, ja. Aber als Band taugen wir wohl mehr, als für einen Banküberfall. Die neue Platte ist musikalisch unsere entspannteste. Textlich geht es zur Sache wie noch nie: Das ist wohl mein politischstes Album.

Wie würden Sie Ihre Musik beschreiben? Was ist Euer Zielpublikum?

Wir haben kein Zielpublikum, wir machen ja kein Marketing. Ich schreibe die besten Songs, die ich kann. Wenn es jemandem gefällt; super. Wenn nicht; Scheisse. Stilistisch machen wir «Americana», also ein Gemisch aus Folk, Country, Blues – alles mit einem nicht allzu traditionellen Ansatz und mit viel Harmonie-Gesang.

Am 31. Oktober spielt Ihr in der «Schüür». Wie wichtig ist für Sie der Bezug zu Ihrer Heimatstadt Luzern?

Ich bin jedes Mal scheissnervös vor den Luzerner Konzerten. Weniger wegen der berüchtigten Indie-Polizei, die zuhinterst mit verschränkten Armen steht, sondern weil ich meinen Freunden zeigen muss, dass wir nicht nur trinken und Karten spielen im Proberaum.

An welchem Ort spielen Sie am liebsten und weshalb?

Ich bin ein verfressener Mensch und spiele deshalb am liebsten dort, wo es gutes Essen gibt. Am besten ist das in der «Kühltühr» in Grosshöchstetten. Aber auch in Malters, wo wir am 2. November spielen, sind Essen und Schnäpse sehr gut.

In der Schweiz, vor allem in der Innerschweiz, seid Ihr schon recht gut etabliert und hattet schon Auftritte am Blue Balls in Luzern oder im Kaufleuten in Zürich. Strebt Ihr auch eine internationale Karriere an?

Nein, drei von fünf in der Band haben kleine Kinder, das verträgt sich schlecht mit einer Welttournee.

Was sind die Bandziele für die nächsten Jahre?

Welttournee! Aber im Ernst: Ich will weiterhin die besten Songs schreiben, die ich kann. Und ich hoffe, dass das Publikum weiterwächst. Ob wir nochmals so ein gutes Album schaffen? Das wird sicher schwierig, ich bin schon sehr zufrieden.

Ich habe Euch mal am B-Sides in einem Zelt gesehen. Da war das Geplauder der Leute ohrenbetäubend. Stören Sie solche Nebengeräusche?

Kleine urbane Festivals sind ja auch soziale Szene-Orte, da gehört das halt dazu. Sehen und gesehen (und gehört) werden. Mich stört das vor allem als Zuhörer. Auf der Bühne tu ich das, was ich am liebsten tue. Aber vielleicht haben wir da einfach das Publikum zu wenig gepackt.

Welches sind Ihre musikalischen Vorbilder? Wer hat Sie am meisten geprägt?

Im Moment höre ich sehr viel Jason Isbell. Mein erstes Idol war aber Elvis. Dazwischen die Beatles, Dylan, Jayhawks.

Haben Sie einen (musikalischen) Traum, den Sie sich noch erfüllen wollen?

So eine Band ist ein zartes Pflänzchen. Ich hoffe, es blüht noch lange.

Quelle: Luzerner Rundschau

22.10.2018

Monotales Live

Datum

Wo

Location

31.10.18

Luzern

Schüür

02.11.18

Malters

Kulturschiene

24.11.18

Zürich

Helsinki

Dem Himmel zu wir streben (aus Lohengrin)