Luzerner Durchgangsbahnhof soll realisiert werden

Der Durchgangsbahnhof Luzern ist wirtschaftlich und verkehrstechnisch gesehen nicht nur für die umliegende Region, sondern für die ganze Schweiz wichtig. Der Kanton spricht sich ganz klar für eine baldige Realisierung aus.

Für die schweizerische Schienenmobilität bedeutet der Durchgangsbahnhof Luzern einen Quantensprung: Mehr Züge, kürzere Fahrzeiten und neue Direktverbindungen auf der Nord-Süd- sowie auf der Ost-West-Achse bringt der Neubau mit sich. Und eine Direktverbindung zwischen der Westschweiz und dem Tessin würde ermöglicht. Gesamthaft betrachtet, bedeutet das Projekt auch eine Investition in den Wirtschaftsraum Zentralschweiz, der wächst und gesamtschweizerisch eine der tiefsten Arbeitslosenraten aufweist.

Rasche Realisierung

Entsprechend der Tragweite des Projektes Durchgangsbahnhof fordert der Kanton Luzern, dass der Bund die Realisierung in den kommenden Ausbauschritt aufnimmt – zumindest in der ersten Etappe, wie es in der Mitteilung des Kantons Luzern heisst. In jedem Fall müsse der Bund die Projektierung des Durchgangsbahnhofs umgehend auslösen und via Ausbauschritt 2030/35 finanzieren, wie das bereits im Ausbauschritt 2025 beschlossen wurde. Das findet auch Luzern Plus, das Netzwerk für regionale Entwicklung.

Finanzierung

Der Bundesrat schlägt vor, die Realisierung mit Hilfe einer Vorfinanzierung durch den Kanton Luzern vorzuziehen. Dies würde den Baustart zwischen vier bis zehn Jahre beschleunigen. Luzern müsste also ihren Durchgangsbahnhof aus eigener Kasse vorschiessen. Grundsätzlich begrüsst der Kanton die Vorfinanzierungsoption. Jedoch fordert er eine tragbare Finanzierung. Mit dem Vorschlag des Bundesrates müsste der Kanton Luzern eine zeitlich unbestimmte Finanzierung ohne Rückzahlungsgarantie übernehmen. Die Kosten und Risiken wären zu hoch.

Für den Kanton Luzern ist eine rasche Realisierung und eine möglichst risikofreie Finanzierung des Durchgangsbahnhofs wie auch des Zimmerberg-Basistunnels II essenziell. Er setzt sich deshalb für die Variante des Ausbauschrittes ein, die 11,5 Milliarden Franken umfasst.

Die Nachbarkantone Ob- und Nidwalden unterstützen die Stellungnahme des Kantons Luzern vollumfänglich.

12.1.2018

ZST Zentralschweizer Tafelrunde

Bild ZST Zentralschweizer Tafelrunde