Luzerner Gemeinden mit grossem Ertragsüberschuss

Luzerner Gemeinden

Luzerner Gemeinden

Foto Joseph Birrer

Das Rechnungsjahr 2017 brachte erneut vielen Gemeinden hohe Ertragsüberschüsse. Die Verschuldung pro Kopf erreicht trotz reger Investitionstätigkeit einen neuen Tiefstand.

Mit einem Ertragsüberschuss von 77 Millionen Franken können die Luzerner Gemeinden wiederum auf ein positives Rechnungsjahr zurückblicken. Nach einem Höhepunkt 2007 verschlechterten sich die Abschlüsse der Gemeinden im Total während fünf Jahren, bis in die roten Zahlen im 2012 und 2013. Der nachfolgende Trend zu positiven Abschlüssen setzt sich auch 2017 fort.

Stabile Finanzlage in den Gemeinden

Aufgrund tieferer Steuererträge sowie höherem konsolidierten Aufwand knüpften die Gemeinden nicht mehr an das rekordhohe Plus von 2016 an. Der Pro-Kopf-Aufwand ist seit 2012 rückläufig gewesen; die Erhöhung 2017 erfolgte vor allem in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Verkehr. Insgesamt gestaltet sich die Lage der Gemeinden jedoch weiterhin stabil, 74 von 83 Luzerner Gemeinden erzielten 2017 einen Ertragsüberschuss.

Hohe Investitionen und Nettoschuld pro Kopf auf Allzeittief

Obwohl auch im neusten Rechnungsjahr mit netto 229 Millionen Franken kräftig investiert wurde, nahm die kommunale Verschuldung weiter ab. Die Nettoschuld pro Einwohner/in sank mit 1'950 Franken auf den tiefsten Stand seit Beginn der Gemeindefinanzstatistik im Jahr 1992. Die Selbstfinanzierung sank relativ zum Vorjahr ab, die Belastung durch Zins- und Kapitaldienst blieb weiterhin tief.

Mehrheit der Gemeinden erfüllt Vorgaben

Auch die Finanzkennzahlen zeichneten 2017 ein gesundes Bild der kommunalen Haushalte. Gemessen an den offiziellen Grenzwerten hat sich die Haushaltslage für neun Gemeinden verbessert und für sieben Gemeinden verschlechtert. Bei 61 von 83 Luzerner Gemeinden liegen sämtliche Finanzkennzahlen innerhalb der vorgegebenen Bandbreite.

4.10.2018

Fällt im Oktober das Laub sehr schnell, ist der Winter bald zur Stell'.