Luzerner Lehrer: Lohnerhöhungen nur noch mit einem Aber

Ein neues Lohnsystem soll den Luzerner Lehrerinnen und Lehrern auch bei knappen finanziellen Mitteln eine kontinuierliche Lohnentwicklung ermöglichen. Allerdings garantiert der Aufstieg in eine höhere Lohnstufe künftig nicht automatisch einen um so viel höheren Lohn wie im alten System.

Die Luzerner Regierung beschloss das neue Besoldungssystem für alle Lehrpersonen der kantonalen Schulen und der Volksschulen nach einer Anhörung der Personalverbände, Arbeitgeberorganisationen und Dienststellen, wie sie am Montag mitteilte.

Anpassung an Staatspersonal

Die bisherigen Lohnstufen und der jährliche Stufenanstieg für Lehrpersonen wird beibehalten. Der effektive Lohnanstieg wird neu jedoch von der Lohnstufe gelöst.

Demnach werden sich die Löhne wie beim Staatspersonal innerhalb eines Lohnbandes bewegen. Die obere Grenze entspricht dem heutigen Lohn der jeweiligen Lohnstufe, die untere Grenze verläuft 10 Prozent darunter.

Reichen die Mittel für die vollständige Finanzierung eines Stufenanstiegs nicht, wird der Stufenanstieg zwar gewährt, der effektive Lohnanstieg erfolgt jedoch «im Rahmen der verfügbaren finanziellen Mittel». Die Differenz zum Maximallohn kann bis zur Untergrenze des Lohnbands wachsen.

Der Luzerner Lehrerinnen- und Lehrerverband ist nicht begeistert vom neuen Lohnsystem, wie er auf Anfrage sagte. Es sei eine reine Sparübung.

10.11.2015

ZST Zentralschweizer Tafelrunde

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