Luzerner Lehrlinge gehen vor Gericht – und scheitern

Luzern

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Foto Joseph Birrer

Zwei Luzerner Lehrlinge wollten vor dem Kantonsgericht eine bessere Note für eine Zwischenprüfung erstreiten. Letztlich bleiben sie auf den Gerichtskosten sitzen.

Zwei Luzerner Lehrlinge haben erfolglos versucht, vor dem Kantonsgericht eine bessere Note für eine Zwischenprüfung zu erstreiten. Die Richter hatten dafür aber kein Gehör, wie die «Zentralschweiz am Sonntag» berichtete. Nach der Ablehnung ihrer Klage bleiben beide auf den Gerichtskosten von je 1'500 Franken sitzen.

Zwar hatten die beiden Lehrlinge im Juni 2016 eine Teilprüfung ihrer Ausbildung erfolgreich bestanden. Allerdings nicht mit einer Note, die es für eine Ehrenmeldung braucht, weshalb sie eine neue Beurteilung verlangten. Im Kanton Luzern wird eine Ehrenmeldung bei einer Gesamtnote von 5,4 erteilt.

18 Monate lang zog sich der Prozess in die Länge. Am Ende hält das Kantonsgericht fest, dass Einzelnoten der gleichen Abschlussprüfung aber nur in Ausnahmefällen selbstständig anfechtbar sind. Vorliegend könne man nur ein negatives Gesamtergebnis anfechten: wenn also der Erhalt des Fähigkeitszeugnisses auf dem Spiel stände. Sonst bestünde die Gefahr, dass der Rechtsmittelweg zur Durchsetzung besserer Noten missbraucht werde.

21.1.2018

ZST Zentralschweizer Tafelrunde

Bild ZST Zentralschweizer Tafelrunde