Luzerner Seen voller Überraschungen

Die Luzerner Seen sorgen immer wieder für überraschende Erkenntnisse. Einige davon wurden dem Fischereiverband Kanton Luzern FKL an der Herbsttagung in der Eawag Kastanienbaum erläutert.

Eine der Überraschungen, welche die Luzerner Seen bergen, ist beispielsweise die Erkenntnis, dass der Vierwaldstättersee «mit seinen mittlerweile sechs Felchenarten bezüglich Felchen eines der artenreichsten Gewässer in der Schweiz ist», so die Co-Leiterin der Fischereiberatung (Fiber) Corinne Schmid. Der Eawag ist auch die Fiber angeschlossen und somit an der Herbsttagung vertreten.

Im Rahmen von «Project Lac» wurde zudem festgestellt, dass der Vierwaldstättersee unter den untersuchten Alpenrandseen die grösste Dichte an Seesaiblingen aufweist. Höhere Saiblingsdichten wurden nur in Bergseen wie dem Lago di Poschiavo und dem Silsersee beobachtet. «Das ist selbst für altgediente Fischer völlig neu», so FKL-Präsident Markus Fischer. Eine weitere Überraschung der Luzerner Seen.

Die Eawag beschäftigt sich auch mit den Mittellandseen. Beeindruckend ist die Aussagekraft des «informativsten Schlamms der Welt», dem Schlamm im Baldeggersee. Die Sedimentsbohrungen informieren über die Entwicklung und das Schicksal des Sees. Mit grossem Interesse begutachteten die Teilnehmer der Herbsttagung die Sedimentsproben aus dem Baldeggersee, welche die Ablagerungen der letzten 100 Jahre im See aufzeigen.

9.10.2017

ZST Zentralschweizer Tafelrunde

Bild ZST Zentralschweizer Tafelrunde