Luzerner Stadtrat benatragt Sonderkredit für Biodiversität

Wo noch vor einem Jahr Autos parkiert wurden, quakt nun die Gelbbauchunke, wachsen Wasserpflanzen und mit etwas Glück können seltene Bekassine-Schnepfenvögel beobachtet werden. Unweit von Fussballstadion, Hallenbad und Horwerstrasse ist im Raum Allmend Ost ein Naturparadies entstanden – und damit ein Vorbild in Sachen Biodiversität.

Die Biodiversität ist eine unerlässliche Grundlage für das Leben auf dieser Erde und damit eine zentrale Lebensgrundlage für den Menschen. Sie erbringt unverzichtbare Leistungen für Gesellschaft und Wirtschaft. So liefert sie unter anderem Nahrung, beeinflusst das Klima, erhält die Wasser- und Luftqualität oder bietet dem Menschen Raum für Erholung. In der Vergangenheit erlitt die Biodiversität starke Verluste – die Schweiz hinkt anderen OECD-Ländern hinterher. Der Druck auf die Biodiversität ist hoch, etwa durch die Zersiedelung der Landschaft oder durch die hohe Ammoniak- und Pestizidbelastung aus der Landwirtschaft. So ist ein Drittel der Arten in der Schweiz und die Hälfte der wichtigsten Lebensräume gefährdet.

Die Natur ist auch in der Stadt Luzern unter Druck. Die wachsende Bevölkerung und die aus raum-planerischer Sicht erwünschte innere Verdichtung haben in weiten Teilen der Stadt eine starke Entwicklungsdynamik ausgelöst. Naturnahe Gärten verschwinden, ältere Gebäude werden saniert oder durch Neubauten ersetzt, Baulücken einer intensiveren Nutzung zugeführt.

Vor diesem Hintergrund beantragt der Stadtrat dem Grossen Stadtrat mit dem B+A «Biodiversitäts-förderung Stadt Luzern» einen Sonderkredit in der Höhe von netto 1,5 Mio. Franken. Die Mittel stammen aus der Gewinnverwendung zum Rechnungsabschluss 2016.

6.11.2018

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I'll just end up walkin' in the cold November rain (Guns n' Roses)