Martin Plazzer von der Luzerner Rundschau will David Roth erziehen

Martin Plazzer Luzerner Rundschau

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Bild ZVG Luzerner Rundschau

Martin Plazzer von der Luzerner Rundschau nimmt Stellung

Nachdem der kantonale SP-Präsident, David Roth, via verschiedener Onlinemedien der Luzerner Rundschau Zensur vorwirft und das Echo dementsprechend nicht ausgeblieben ist, sehe ich mich zu einer Stellungnahme veranlasst.

Ich habe David Roth bei der Luzerner Rundschau vor rund fünf Jahren zur persona non grata erklärt, weil er meiner Meinung nach ein Politrüpel ist, der keinen Anstand und Respekt im Umgang mit anderen Personen und Persönlichkeiten hat. Im Jahr 2013 hat er auf den Tod von Englands damaliger Premiereministerin Margaret Thatcher einen Post auf Facebook veröffentlicht, wo er ein Bier auf ihren Tod trinken geht.

10.04.2013 - «Ich glaub es ist nicht zynisch heute ein Bier auf Maggies besten Tag zu trinken.» Diesen Satz hat David Roth (27), Vizepräsident der SP Schweiz, Präsident der Jungsozialisten der Schweiz und Luzerner Kantonsrat, nach der Bekanntgabe des Todes von Margaret Thatcher auf seinem Facebook-Profil veröffentlicht. (Quellennachweis Google, LZ)

In der Jubiläumssendung Arena des SRF im gleichen Jahr hat er sich benommen, als würde ihm der Sender gehören und wurde gegenüber anderen Gesprächsteilnehmern (Anmerkung ZST: besonders gegen Christoph Blocher, Besitzer der Luzerner Rundschau) ausfällig. Den Absturz einer F/A-18-Mirage 2013 in Alpnachstad, kommentierte er auf sozialen Medien grenzwertig.

So wie in der Werbung ein „code moral“ gilt, gibt es in der Politik eine „political correctness“. Von dieser scheint Herr Roth nichts zu halten.

Warum soll ich einem solchen Politiker eine Plattform geben, um bei der Luzerner Rundschau zu schreiben? Die SP und ihre Vertreter hingegen sind, wie jede andere Partei herzlich willkommen geheissen, bei uns den wöchentlichen Politstandpunkt zu belegen. Herr Roth liegt komplett falsch, wenn er meint, dass der Status Quo mit dem Wechsel vom Zehnderverlag zum Medienhaus Blocher im Zusammenhang steht. An diesem ist nur er und sein persönlicher Stil verantwortlich.

Redaktionell pflegen wir parteipolitisch unabhängig vorzugehen, so wie es unsere Leser von uns erwarten und werden auch in Zukunft alle Polit-Meinungen berücksichtigen.

Herr Roth hat die rote Linie überschritten. Meine konsequente Haltung ihm gegenüber hat mit Zensur bei der Rundschau nichts zu tun, sondern ist eine rein erzieherische Massnahme gegenüber dem kantonalen SP-Präsidenten, dem es ganz einfach an Pietät und Einfühlungsvermögen mangelt und er darum in dieser Form aus meiner Optik hervor in der Politik wenig Platz hat. Mitte 2018, nach fünf Jahren, besteht durchaus die Möglichkeit, die Massnahme aufzuheben.

Martin Plazzer, Geschäftsleiter, Luzerner Rundschau

Quelle: Luzerner Rundschau

3.2.2018

ZST Zentralschweizer Tafelrunde

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