Meisterfälscher Wolfgang Beltracchi lebt nun in Meggen

Wolfgang Beltracchi «tanzt» an der Art Basel

Wolfgang Beltracchi «tanzt» an der Art Basel

Bild Art Magazin

Meisterfälscher Wolfgang Beltracchi und seine Frau leben seit März in Meggen. Grund: Im Saal fand er Räume, die hoch genug sind für seine Kunst.

Früher verkaufte der als «Meisterfälscher» bekannte Wolfgang Beltracchi Bilder für mehr als eine Million Euro, heute seien es so zwischen 50'000 und 150'000 Euro. Er male etwa noch etwa 20 Bilder im Jahr, und die meisten würden einen Käufer finden.

Über 40 Jahre malte Beltracchi nach eigenen Angaben mehr als 300 Bilder im Stil grosser Meister wie Picasso, Braque oder Ernst. 2010 flog der Betrug auf, weil er ein Bild aus dem Jahr 1914 fälschte und eine Farbe verwendete, die es damals nicht gab. Beltracchi kam 14 Monate in Untersuchungshaft. Danach sass er sechs und seine Frau Helene eine vier Jahre Haft im offenen Vollzug ab.

An seinem neuen Domizil in Meggen will er sich nun als seriöser Künstler betätigen, wie die «Bilanz» in ihrer neusten Ausgabe schreibt. In die Schweiz gekommen ist das Ehepaar, weil es hier noch die einzige Demokratie in Europa gebe. Ausserdem würden 60 Prozent seiner Sammler in der Schweiz leben. Nach Meggen sei er eher durch Zufall gekommen, weil er ein Atelier benötige, das mindestens über eine Raumhöhe von vier Metern verfüge. Fündig wurden die Beltracchis im sogenannten Saal. Dort haben sie einen Mietvertrag für fünf Jahre unterschrieben.

Ausserdem hat der 66-Jährige noch eine Option auf weitere fünf Jahre. 2018 sind 23 neue Bilder auf der Wanderausstellung «Kairos» zu sehen. Im weiteren arbeitet Beltracchi für die Dekoration der kommenden Ausgabe von Art on Ice.

Quelle: 20Minuten

24.11.2017

ZST Zentralschweizer Tafelrunde

Bild ZST Zentralschweizer Tafelrunde