Migros Luzern verkauft jetzt Schweinsfüsse

Die Migros Schweizerhof in Luzern bietet speziell für Touristen aus China Schweinsfüsschen mit Reis und einem gekochten Ei an. Auch den Einheimischen schmeckts.

Der Take-away der Migros Schweizerhof bietet neu in der Luzerner Altstadt für chinesische Touristen die Schweinsfüsschen mit Reis und einem gekochten Ei an. Antonia Reinhard, Sprecherin der Genossenschaft Migros Luzern, begründet das Angebot so: «Der Take-away Schweizerhof liegt mitten im touristischen Zentrum der Stadt Luzern und zieht viele Touristen und Reisegruppen, insbesondere auch aus China, an. Sie erledigen ihre Einkäufe im Supermarkt und verpflegen sich im Take-away», so die Sprecherin.

«Auch chinesische Mitarbeitende von Geschäften in der Altstadt verpflegen sich bei uns. Mit diesem zusätzlichen Angebot möchten wir spezifisch auf die Bedürfnisse dieser ausländischen Kunden eingehen», sagt Reinhard weiter.

Der Aufwand sei im Vorfeld gross gewesen, damit die Schweinsfüssli ins Take-away-Angebot aufgenommen werden konnten: «Die Schweinsfüsse kommen aus der Schweiz und werden von Micarna nach original chinesischem Rezept mit 48 Alpenkräutern hergestellt. Um das passende Rezept zu finden, reisten Vertreter von Micarna mehrere Male nach China. Micarna exportiert schon seit vielen Jahren Schweinsfüsse nach China und hat in diesem Bereich viel Erfahrung», sagt Reinhard weiter. In Luzern werden die Schweinsfüsschen nun für 14.50 Franken angeboten.

Einheimische finden die Schweinsfüssli ebenfalls gut

Bei den chinesischen Touristen sei dieser Snack sehr beliebt und die Touristen würden sich darüber freuen, dass die Schweinsfüssli auch in der Schweiz erhältlich sind. Die Migros kommuniziert nicht, wie viele Schweinsfüssli bisher verkauft wurden. Doch der beliebte chinesische Snack komme bei den Touristen sehr gut an.

Obwohl mehrheitlich Touristen auf die Schweinsfüssli stehen, hat 20 Minuten vor Ort eine Degustation mit freiwilligen Luzernern durchgeführt. Das Fazit von Elektroinstallateur Enrick Niederberger (18) aus Küssnacht: «Es ist etwas fettig und schmeckt wie übliches Schweinefleisch. Ich würde es weiterempfehlen.»

Das Urteil von Elektroinstallateur Marco Hildebrandt (17) aus Horw: «Ich habe schon mal Schweineohr gegessen und jetzt finde ich das fast besser. Ich würde es jetzt nicht selber kaufen, aber man kann es durchaus mal probieren und dann schauen, ob man es gern hat oder nicht.»

Lob für die Migros vom Schweizer Fleisch-Fachverband

Bei Philipp Sax, stellvertretender Direktor des Schweizer Fleisch-Fachverbands SFF, kommt die Migros-Idee gut an: «Wir befürworten die ganzheitliche Verwertungen der Tiere im Inland. Der Nutzen ist besser, als wenn wir die Schweinefüsse nach Asien exportieren müssen.»

Wie viel die Schweinsfüssli den Chinesen wert sind, zeigt laut Sax der Preis, der für die Füssli in China so hoch sei wie für ein Filet. Es sei vielleicht ungewohnt, doch es lohne sich, unbekannte Fleischstücke auszuprobieren. Der 37-Jährige sagt weiter: «Ich bin damit aufgewachsen, dass im Voressen meiner Mutter immer drei oder vier Schweinefüsse mitgekocht wurden. Und wir haben jeweils um diese Stücke gekämpft.»

Quelle: 20Minuten

26.11.2018

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I'll just end up walkin' in the cold November rain (Guns n' Roses)