Neue Uni-Fakultät Wirtschaft: Light-Variante

Statt 5 Millionen Franken will die Uni nur noch 4 Millionen sammeln für die geplante Wirtschaftsfakultät. Die Verkleinerung geht auf Kosten der Studentenbetreuung.

Ursprünglich plante die Uni Luzern mit 12 zusätzlichen Professoren für die vorgesehene Wirtschaftsfakultät. Im April 2013 stellte sich heraus, dass wohl nur acht Professoren realistisch sind. Jetzt sind es gar nur noch fünf zusätzliche Professoren, davon zwei Assistenzprofessuren, mit denen die Uni ihre neue Fakultät aufbauen will, wie Rektor Paul Richli gegenüber unserer Zeitung bestätigt. Und: Statt den geplanten 5 Millionen Franken, die Richli noch im Dezember für den Fakultätsaufbau nannte, sollen nur noch deren 4 nötig sein.

Die fünf neuen Professoren sind mit den drei schon heute bestehenden Volkswirtschaftsprofessoren das absolute Minimum, um eine Wirtschaftsfakultät zu führen , erklärt Paul Richli. Damit könnten alle wichtigen Fächer abgedeckt werden, wie Richli sagt. Die Reduktion auf fünf neue Professuren geht auf Kosten der Betreuung. Denn gleich wie mit den anfänglich geplanten acht neuen (und drei bestehenden) Professoren sollen zuerst 400 und im Vollausbau 700 Studenten betreut werden.

Professoren zu Studenten: 1 zu 88

Das macht ein Betreuungsverhältnis von einem Professor auf rund 88 Studenten statt auf 60, wie dies noch vor Kurzem geplant war. Das Verhältnis von Studenten pro Professor soll nach dem Aufbau aber verbessert werden , so Rektor Richli. Gemäss Bundesamt für Statistik war das Betreuungsverhältnis in den Wirtschaftswissenschaften an den Unis 2012 wie folgt. Luzern: 1 Professor pro 40 Studenten, Zürich 1:50, Bern 1:62, Basel 1:80, St. Gallen 1:87.

Quelle: Neue Luzerner Zeitung

31.1.2018

ZST Zentralschweizer Tafelrunde

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