Neuer Standort für Hochschule Luzern

Ein Teil der einstigen Garnfabrik Viscosuisse in Emmenbrücke ist am Freitag zum neuen Standort der HSLU Design und Kunst geworden.

Nach der offiziellen Eröffnung vom Freitag hat die Bevölkerung bis am späten Samstagabend Gelegenheit, an thematischen Führungen die neue Ausbildungsstätte in der Viscosistadt zu besichtigen. Dazu kommen künstlerische Aktionen und Darbietungen.

Insgesamt ziehen rund 380 Studierende und 110 Mitarbeiter oder zwei Drittel des Departements Design und Kunst der Hochschule Luzern in den neuen, 13'000 Quadratmeter Fläche umfassenden fünfstöckigen Hauptsitz.

Idealer Standort zum Lernen, Lehren und Forschen

Der rund 50-jährige Industriebau war für etwa 24 Millionen Franken umgebaut worden. Das Architekturbüro EM2N habe einen idealen Ort zum Lernen, Lehren und Forschen geschaffen, teilte die Hochschule anlässlich der Eröffnung mit. Die Unterrichtsräume und Ateliers seien grosszügig und inspirierend gestaltet.

Für diejenigen, die Animation, Video oder Film studieren, stehen moderne Film- und Tonstudios zur Verfügung. Die in der Viscosistadt geschaffenen Werke können im hauseigenen Kino Rex gezeigt werden. Die Hochschule Luzern für Design und Kunst bietet im Grundstudium elf Studienrichtungen an sowie drei Master-Studiengänge.

Ein Elfenbeinturm wurde für die Absolventinnen der Fachhochschule nicht geschaffen. Cafeteria, Aktionshalle und Bibliothek seien öffentliche Räume, teilte die Hochschule mit. Auch der nahegelegene neue Park an der Kleinen Emme sei frei zugänglich.

Viscosistadt so gross wie Luzerner Altstadt

Das neue Gebäude befindet sich in einem ehemaligen Industriequartier im Emmer Ortsteil Emmenbrücke. Auf dem Areal soll in den nächsten Jahren ein neuer Stadtteil zum Wohnen und Arbeiten entstehen.

Die Chemiefaserherstellerin Monosuisse, die aus der einstigen Viscosuisse entstanden ist, braucht nur noch einen Teil des einstigen Areals, auf dem ab 1952 Nylon hergestellt wurde. 2011 liess Monosuisse deshalb eine städtebauliche Studie erarbeiten.

Angestrebt wird für das neue, vom Industriecharme geprägte Quartier ein Wohnanteil von 50 Prozent. Innerhalb des Areals soll so wenig Verkehr wie möglich zirkulieren. Von der Ausdehnung her wird die Viscosistadt so gross wie die Altstadt Luzern sein.

Bereits heute sind auf dem Viscosi-Areal, das der Monosuisse AG und der Gemeinde Emmen gehört, mehrere Dutzend Firmen und Freischaffende aus Industrie, Gewerbe und Bildung tätig.

24.9.2016

ZST Zentralschweizer Tafelrunde

Bild ZST Zentralschweizer Tafelrunde