Oberkirch: Abfall macht krank

Abfall macht krank

Abfall macht krank

Bild ZVG Facebook

Immer mehr Abfall landet auf dem Land der Familie Wittwer in Oberkirch. Doch warum werfen Menschen ihren Müll einfach so auf die Wiese? Eine Antwort auf die Frage hat die Familie bis heute nicht gefunden – dafür umso mehr Abfall auf ihrem Land, schreibt die «Surseer Woche».

In Kürze einen Abfallsack mit Müll gefüllt

Innert einer halben Stunde füllten sie auf einer Strecke von 200 Metern neben der Strasse problemlos einen 35-Liter-Abfallsack. Die Familie bleibt nicht untätig und fand eine kreative Lösung. Sie stellte ein Abfall-Mobile mit der Überschrift «Warum?» an den Strassenrand.

«Die Tiere sind in Gefahr. Der Abfall kann den Tieren via Futtermistwagen zerkleinert serviert werden», sagt Edith Wittwer. Auf ihrem Hof ist noch keine Kuh an einem spitzen Gegenstand im Bauch gestorben. Dennoch haben sie gehandelt. «Es muss ja schliesslich nicht immer erst etwas Schlimmes passieren», so die Landwirtin.

Das selbstgemachte Abfall-Mobile soll nun als Denkanstoss wirken. Via Social Media verbreitete sich die Botschaft rasch. Denn Wittwers Nachbarn posteten ein Bild des Mobiles auf Facebook. Inzwischen wurde dieses über 8350 Mal geteilt.

Früher Papier, heute Plastik und Alu

Die Familie Wittwer lebt seit 20 Jahren auf dem Hof in Oberkirch. Das Littering-Problem habe zugenommen, sagt Edith Wittwer und vermutet, dass die Leute während der Autofahrt mehr essen und trinken als noch vor 20 Jahren. Im Gegensatz zu früher, wo meist Papier auf ihrem Land gelegen hat, seien es heute vermehrt Plastikverpackungen und Aludosen. «Was man auf die Schnelle konsumiert, entsorgt man heute auch genau so», vermutet Wittwer.

«Der Abfall auf dem Land hat eher zugenommen», sagt auch Josef Scherrer, Chefredaktor der «Bauernzeitung» Zentralschweiz/Aargau. Er bezeichnet dieses Problem als «Dauerbrenner». Seit dem Aufstellen des Abfall-Mobile vor gut zwei Wochen hat es laut Wittwer kaum eine Verbesserung gegeben. Der Luzerner Bauernverband befürwortet solche Aktionen, heisst es weiter, denn sie hielten der Gesellschaft den Spiegel vor.

Quelle: 20Minuten/Surseer Woche

3.4.2018

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