ParAthletics 2018 in Nottwil

Parathletics Nottwil 2018

Parathletics Nottwil 2018

Daniel Romanchuk (rechts) und Marcel Hug lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Foto Urs Sigg. Bild ZVG

Das Highlight des letzten Tages der ParAthletics war am 3. Juni 2018 der Wettkampf der Männer über 5000 Meter. Im Vorfeld hatte Marcel Hug angekündigt, dass er versuchen werde, den im letzten Jahr an den Thailänder Rawat Tana verlorenen Weltrekord zurückzuerobern.

Aber nicht nur er, sondern auch andere Topathleten wollten gute Zeiten fahren, wie der als Silberpfeil bekannte Nottwiler erklärt: «Daniel Romanchuk, Brent Lakatos und ich hatten vereinbart, dass wir ein schnelles Rennen fahren werden. Schön, dass sich weitere Athleten angeschlossen haben. Bei so starken Konkurrenten kam es aber nicht in Frage, mich alleine abzusetzen.» So blieb das Feld eng zusammen bis zum Schlussspurt, bei dem der Amerikaner knapp vor Hug über die Ziellinie fuhr und eine neue Weltbestzeit festsetzte. Dass fünf Fahrer unter dem letztjährigen Weltrekord ins Ziel gelangten, zeigt, dass die Elite eng beisammen liegt.

Mit gemischten Gefühlen blickt Marcel Hug auf das Rennen: «Anders als gestern, habe ich mich heute gut gefühlt. Und mit der Leistung bin ich zufrieden. Schade natürlich, dass es nicht ganz für den Rekord gereicht hat. Ich gönne Daniel Romanchuk den Sieg jedoch und freue mich über den Europarekord.»

Manuela Schär und Beat Bösch mit guter Bilanz

Auch das Rennen der Frauen über die Distanz von 5000 Meter war spannend bis zur Ziellinie. Wie schon ein paar Mal in den letzten Wettkampftagen, setzte sich die Australierin Madison de Rozario knapp gegen die Krienserin durch. Die gleiche Rangfolge gab es auch über die Distanz von 800 Meter. Dennoch darf Manuela Schär nach zwei Europarekorden, vier Schweizer Meister Titel und vielen Podestplätzen positiv auf die ParAthletics 2018 zurückblicken: «Ich bin zufrieden mit meinen Leistungen, aber auch etwas müde nach sechs Wettkampftagen. Weiter geht es nun aber mit intensiven Trainingswochen vor der Europameisterschaft im Sommer.»

Auch Beat Bösch zeigte mit zahlreichen Podestplätzen, dass er in Topform ist und wird viermal Schweizer Meister mit hervorragenden Zeiten, wie auch er selbst sagt: «Im Grossen und Ganzen bin ich zufrieden mit meinen Rennen. Dass ich so kurz nach einer Schulteroperation gleich zwei neue Schweizer Rekorde aufstellen würde, hätte ich nicht erwartet. Für die kommende EM werde ich nun noch an meinen Sprintzeiten arbeiten.»

Gute Zeiten für die Europameisterschaft

Die Anlässe in Nottwil fielen in die Qualifikationszeit für die EM 2018, die vom 20. bis 26. August 2018 in Berlin stattfindet. Die Schweizer Athleten versuchten, hier gute Zeiten zu fahren. Gemäss Nationaltrainer Beat Fäh haben sich neben den international erfahrenen Athleten Marcel Hug, Manuela Schär, Beat Bösch, Bojan Mitic, Alexandra Helbling und Patricia Keller auch ein paar jüngere Athleten in einem guten Licht präsentiert. Insbesondere Tanja Henseler, Anita Scherrer und Fabian Blum brachten sich für die EM ins Gespräch.

6.6.2018

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