Pegel der Zentralschweizer Seen und Flüsse steigen an

Beim Dauerregen der letzten Stunden sind besonders viele Wassermengen über der Zentralschweiz niedergegangen. Die Hochwassergefahr ist mässig. Die Pegel von Seen und Flüssen steigen aber weiter an.

Bäche und Flüsse, die viel Wasser führen und Seen, die randvoll sind: Auch in der Zentralschweiz mussten Feuerwehr und Polizei ausrücken, um Strassen zu sperren oder Keller auszupumpen.

Die Situation bleibt angespannt, da weitere Niederschläge angekündigt sind. Im Naturgefahrenbulletin des Bundes warnen die Behörden vor Rutschungen und Murgängen, da die Böden bereits stark gesättigt sind.

Die Situation im Detail

• Obwalden: Der Sarnersee könnte laut Gemeindeführungsstab über die Ufer treten. Der aktuelle Seestand liegt knapp unter der Schadensgrenze von 470,5 Metern über Meer.

• Schwyz: Der Lauerzersee ist über die Ufer getreten und hat den Parkplatz beim Barcarola in Seewen und den Seemattliweg überflutet. In Steinerberg gab es einen kleineren Erdrutsch. Bäche traten über die Ufer und überschwemmten Strassen und Keller in Küssnacht, Immensee, Gersau und Feusisberg.

• Nidwalden: Die Hauptstrasse zwischen Alpnachstand und Stansstad wurde gesperrt. In Stansstad standen mehrere Keller unter Wasser.

• Luzern: An der Reuss und an der Kleinen Emme herrscht mässige Hochwassergefahr. An der Reuss schliessen die Behörden eine erhebliche Gefahr nicht aus. Der Wasserstand des Vierwaldstättersees liegt knapp unterhalb der Gefahrenstufe 2. Das Naturgefahrenbulletin des Bundes geht davon aus, dass der See lokal über die Ufer treten und exponierte Stellen überflutet werden können. Bei der Luzerner Polizei gingen 51 Meldungen ein - vor allem in der Stadt und Agglomeration Luzern. 11 Feuerwehren rückten aus, um Keller und Schächte auzupumpen.

15.5.2016

ZST Zentralschweizer Tafelrunde

Bild ZST Zentralschweizer Tafelrunde