Peter Pühringer - Glück oder Unglück für Vitznau?

Vitznau Parkhotel

Vitznau Parkhotel

Foto Joseph Birrer

Vor sieben Jahren zog der österreichische Investor Peter Pühringer (76) nach Vitznau am Vierwaldstättersee. Er brachte grosse Pläne mit. Er kaufte das Parkhotel, liess es renovieren und ausbauen.

Das freute alle in Vitznau. Eine andere Pühringer-Idee hingegen sorgte für viel Gesprächsstoff. Der neue österreichische Einwohner schenkte der Gemeinde 5 Millionen Franken. Unter der Bedingung, dass die Steuern gesenkt werden.

Im Dezember 2011 segnete die Gemeindeversammlung den Deal ab. Seither hat Vitznau an Finanzkraft zugelegt. Für Gemeindepräsident Noldi Küttel ist klar: Pühringer hat den lang ersehnten Aufschwung gebracht. «Jeder, der normal denkt, sieht, dass es unserer Gemeinde besser geht.»

Doch es gibt auch kritische Stimmen. Mit der Annahme des 5-Millionen-Geschenks habe sich die Gemeinde von Peter Pühringer abhängig gemacht, sagt etwa Thérèse Künzli. Er habe sich damit indirekt die vorbehaltlose Unterstützung für seine Projekte erkauft. Beim Gemeinderat, der alles nur noch abnicke.

Zuviel wurde es ihr, als Peter Pühringer plante, für Musikveranstaltungen eine 450 Tonnen schwere, schwimmende Bühnenplattform (die sogenannte «Seerose») vor Vitznau im See zu verankern - gerade neben Künzlis Ferienhaus.

Die Seerosen-Idee ist zwar vom Tisch. Die Frage aber bleibt, ob die Pühringer-Millionen dem kleinen Dorf am Vierwaldstättersee einfach nur Aufschwung brachten. Oder ob sie Vitznau zu sehr in Abhängigkeit versetzt haben.

Quelle: SRF

12.8.2018

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