Pflege zu Hause sollte belohnt werden

Christian Ineichen, Präsident CVP Kanton Luzern

Der Staat wird dank dieser Initiative unter dem Strich sogar sparen können.

Christian Ineichen, Präsident CVP Kanton Luzern

Wer freiwillig und ohne Entschädigung Angehörige betreut, soll beim steuerbaren Einkommen 5000 Franken abziehen können.

An ihrer Delegiertenversammlung in Sempach hat die CVP des Kantons Luzern am Donnerstagabend eine neue Initiative lanciert. Diese will Menschen unterstützen, welche zu Hause freiwillig und unentgeltlich Angehörige pflegen.

«Tante Emma beim Einkaufen helfen reicht nicht»

Diese Leute leisteten eine grosse Arbeit, welche sonst Heime oder Betreuungsdienste übernehmen müssten, betonte Parteipräsident Christian Ineichen. Darum solle der Kanton Luzern diesen Personen etwas zurückgeben.

Die Idee der CVP: 5000 Franken sollen vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden können. «Einmal der Tante Emma den Briefkasten leeren oder beim Einkaufen helfen reicht hierfür aber nicht», betont Ineichen. Es müsse nachweislich ein Pflegebedarf vorhanden sein.

Die CVP geht aufgrund von Zahlen des kantonalen Statistikamtes davon aus, dass bis zu 10'000 Personen diesen Abzug geltend machen könnten. Damit würden dem Kanton jährlich 9,5 Millionen Steuergelder verloren gehen. Dies sei vertretbar, findet Parteipräsident Ineichen. Der Kanton könne sogar davon profitieren.

Je länger Menschen nämlich zu Hause gepflegt werden, desto weniger zahle der Staat an Betreuungskosten.

4000 Unterschriften müssen gesammelt werden

Bei den Delegierten der kantonalen CVP kam die Initiative unterschiedlich gut an. Sie sei voller «Gummibegriffe» und unklar formuliert, sagte eine Rednerin. Eine andere betonte, wie wichtig und gut das Anliegen sei. Die Delegierten stimmten schlussendlich mit grosser Mehrheit der Lancierung der Initiative zu. Nun geht es darum, die nötigen 4000 Unterschriften zu sammeln.

Quelle: SRF

26.10.2018

Dem Himmel zu wir streben (aus Lohengrin)