Piratenpartei Steinhausen geht gegen laute Laubbläser vor

Sie seien zu laut und würden stinken – die Piratenpartei Steinhausen will, dass Laubbläser ab 85 Dezibel verboten werden. Der Gemeinderat hält das für unverhältnismässig.

Im Herbst sind viele Strassen, Wege und Plätze mit Laub bedeckt. Gerade auf grösseren Flächen sind Laubbläser deshalb von Vorteil. Doch die Geräte können auch für Ärger sorgen, wie das jüngste Beispiel aus dem Kanton Zug zeigt: Die Piratenpartei Steinhausen will, dass Laubbläser, die lauter als 85 Dezibel sind, in Wohngebieten verboten werden. Sie hat dafür bei der Gemeindeversammlung eine Motion eingereicht. Laubbläser erreichen 80 bis 100 Dezibel und sind somit die lautesten für längere Zeit lärmenden Gartengeräte, zitiert die «Luzerner Zeitung» Stefan Thöni, Präsident der Piratenpartei Zentralschweiz.

Ihn störe nicht nur der Lärm, sondern auch der Gestank und die Umweltverschmutzung durch den Benzinbetrieb. Anders sieht es der Gemeinderat: Ein Verbot sei «unverhältnismässig», viele hätten solche Geräte bereits angeschafft, weil sie schweizweit zugelassen seien, schreibt die Zeitung. Ein Verbot würde eine Einschränkung der persönlichen Freiheit und der Wirtschaftsfreiheit der Gemeindebewohner bedeuten. Ausserdem würde dem Personal des Werkhofes mehr Arbeit anfallen, ergänzt Andreas Hürlimann (ALG), Bauvorsteher von Steinhausen. In Wohngebieten würden zudem Elektromodelle eingesetzt, die weniger laut seien.

Die Motion soll am 7. Dezember in der Gemeindeversammlung behandelt werden. Der Gemeinderat plädiert laut der Zeitung jedoch dafür, sie als nicht erheblich zu erklären.

Quelle: 20Minuten

11.11.2017

ZST Zentralschweizer Tafelrunde

Bild ZST Zentralschweizer Tafelrunde