PKG Pensionskasse mit langfristiger Strategie

PKG Pensionskasse

PKG Pensionskasse

Jean Wey übergibt am 1. Juli sein Amt an Peter Fries, links im Bild. Bild ZVG

Die PKG Pensionskasse hat in den vergangenen Jahren aus eigener Kraft mehrfach Anpassungen vorgenommen, um langfristig einen Ausgleich zwischen den Generationen zu schaffen.

Der Stiftungsratspräsident der PKG Pensionskasse, Peter Marending, Langenthal, fasste an der Delegiertenversammlung vom 7. Juni 2018 in Luzern seine Enttäuschung in Worte: «Ich kann aufgrund meiner aktuellen Beurteilung sagen, dass ich die berufliche Vorsorge der Schweiz nach wie vor als stabil beurteile, auch wenn uns die Politik mit ihrem ideologischen Trauerspiel überhaupt nicht geholfen hat.» Der Stiftungsrat habe vor etwas mehr als drei Jahren eine langfristige Geschäftsstrategie verabschiedet, sagte Peter Marending. Das Ziel: «Bis 2024 wollen wir die PKG Pensionskasse im Sinne aller Destinatäre – also der aktiven Beitragszahler und der Rentner – in ein Gleichgewicht bringen und bei einem gesunden Wachstum Querfinanzierungen eliminieren.»

Ökonomische Realität

Die PKG Pensionskasse wird deshalb in den kommenden Jahren eine schrittweise Senkung der Umwandlungssätze vornehmen sowie die Risikotarife anpassen. «Leistungen zu kürzen, ist schmerzhaft», so Peter Marending. «Aber wir müssen uns an den ökonomischen Realitäten orientieren. Wir können unsere Leistungsversprechen nur halten, wenn wir uns auf die verlässlichen Zahlen über die zu erwartenden Renditen auf den Anlagevermögen und die steigende Lebenserwartung stützen.»

Rückstellungen sind nötig

Der Vorsitzende der Geschäftsleitung, Jean Wey, zeigte anhand von Kennzahlen auf, mit welchen Problemen sich Pensionskassen derzeit konfrontiert sehen. Die Anlagerendite der PKG Pensionskasse sei 2017 mit 7,8 Prozent zwar erfreulich ausgefallen. Trotzdem habe man die Altersguthaben «nur» mit 2,25 Prozent verzinsen können. Jean Wey erklärte an der Delegiertenversammlung: «Wir mussten grössere Rückstellungen tätigen und die Schwankungsreserven im Hinblick auf unsere langfristige Gleichgewichtsstrategie wieder aufbauen. Die heutigen Beitragszahler sollen im Rentenalter einst nicht benachteiligt sein.» Die vergangen Jahre habe man zwar immer im positiven Bereich abschliessen können, erklärte Jean Wey. Aber ein Jahr wie 2008 sei jederzeit wieder möglich. «Die Turbulenzen an den Aktienmärkten rissen damals bei der PKG Pensionskasse eine Lücke von minus 15,6 Prozent.»

Wechsel in der Geschäftsleitung

Der langjährige Vorsitzender der Geschäftsleitung der PKG Pensionskasse, Jean Wey, übergibt am 1. Juli sein Amt an Peter Fries. Der neue Geschäftsleiter ist ausgebildeter Betriebsökonom HWV und verfügt über einen Masterabschluss in Social Insurance Management. Seit 1998 ist er bei der PKG Pensionskasse tätig und wurde 2005 als Leiter Vorsorge in die Geschäftsleitung berufen. Er kennt die unternehmerischen Aspekte einer Sammeleinrichtung und ist massgeblich am Erfolg der PKG Pensionskasse beteiligt. Neu in die Geschäftsleitung berufen wird Romy Portmann. Die Betriebsökonomin KLZ hat sich laufend weitergebildet und arbeitet seit 2008 bei der PKG Pensionskasse.

17.6.2018

Sommer in der Zentralschweiz

Summertime, and the livin' is easy