Rinder beschlagnahmt

Innerschweizer Kühe

Innerschweizer Kühe

Foto Joseph Birrer

Der Veterinärdienst des Kantons Luzern hat am 19. Dezember 2017 mehrere Dutzend Rinder mit ernsthaften Gesundheitsstörungen beschlagnahmt.

Am Dienstag, dem 19. September 2017 hat der Veterinärdienst des Kantons Luzern im Rahmen einer unangemeldeten Kontrolle sechs verschiedene Tierhaltebetriebe mit insgesamt rund 450 Rindern im Luzerner Hinterland besucht. Die Betriebe gehören denselben Haltern. Bei der Kontrolle wurde festgestellt, dass mehrere Tiere ernsthafte Gesundheitsstörungen aufweisen. Weil die ausreichende Pflege der erkrankten Tiere nicht sichergestellt ist, hat der Kantonstierarzt die Beschlagnahmung von insgesamt Rindern veranlasst.

Leicht- bis hochgradige Gesundheitsmängel

Eine beträchtliche Anzahl Tiere litt an leicht- bis hochgradigen Gesundheitsmängeln, die das Tierwohl beeinträchtigen. Insbesondere waren viele lahme Tiere vor Ort – ein Teil davon wies erhebliche Lahmheiten und Anzeichen von Schmerzen auf. Die fachgerechte tierärztliche Versorgung war nicht sichergestellt.

Tiere sind in Obhut

Die Tiere wurden gleichentags abtransportiert und in einem Händlerstall untergebracht. Sie werden dort tierschutzgerecht gehalten und von einem Tierarzt fachgerecht betreut, bis der Veterinärdienst über ihren weiteren Verbleib entscheiden kann. Die Kontrolle auf den verschiedenen Tierhalterbetrieben wurde durch die Luzerner Polizei unterstützt.

Tierhalter haben Sorgepflicht verletzt

Mitarbeitende des Veterinärdienstes hatten die Tierhaltungen bereits zuvor wiederholt unangemeldet besucht und erhebliche Tierschutzmängel festgestellt. Der Anordnung, dass die erkrankten Tiere tierärztlich betreut werden müssen und zu pflegen sind, sind die Halter mehrfach nicht oder nur teilweise nachgekommen. Der Veterinärdienst hat deshalb jene Tiere beschlagnahmt, die bei der Kontrolle vom Dienstag Krankheitsanzeichen aufgewiesen haben.

Gegen die fehlbaren Halter wird Strafanzeige wegen Verstosses gegen das Tierschutzgesetz erstattet.

21.12.2017