Rückzahlungen können sich nicht alle Luzerner leisten

Tausende Haushalte sind von den Budgetkürzungen des Kantons betroffen. Viele stehen nun vor der Frage, wie sie die bereits erhaltenen Prämienverbilligungen zurückzahlen sollen.

«Es ist mir nicht möglich, das Geld zurückzubezahlen», schreibt 20-Minuten-Leser R.L*. Er rechnete das ganze Jahr mit dem Geld für die Prämienverbilligung des Kantons Luzern. Nun steht fest: 7670 Haushalte sind von solchen Rückforderungen betroffen und sollen die Gelder zurückerstatten.

Haushalte am Existenzminimum sollen von der Kürzung nicht betroffen sein, teilte der Kanton mit: «Wir kürzen bei Familien mit relativ höheren Einkommen», sagt Erwin Roos, Departementssekretär des Gesundheits- und Sozialdepartements des Kantons Luzern. «Eine Rückzahlung sollte aus unserer Sicht deshalb möglich sein.» Roos empfiehlt «Personen, die nicht alles auf einmal zurückzahlen können, rechtzeitig mit ihrer Krankenkasse eine Lösung mit Rückzahlung über mehrere Monate anzugehen.»

«Ich finde das eine Frechheit»

R.L.* bemängelt dennoch, dass ihm von Seiten des Kantons nie mitgeteilt wurde, dass die Prämienverbilligungen eventuell zurückgezahlt werden müssen. «Ich finde das eine Frechheit etwas wieder hergeben zu müssen, das man bekommen hat.»

Wie viele die erhaltenen Prämienverbilligungen nicht zurückzahlen können, ist noch nicht bekannt. In den kommenden Tagen wird laut Mitteilung des Kantons bekannt, wer weiterhin Anspruch auf die Verbilligung haben wird. Die Entscheide sollen dabei rechtzeitig vorliegen, damit die Krankenversicherer sie in den Dezemberrechnungen berücksichtigen können.

*Name der Redaktion bekannt

Quelle: 20Minuten

13.9.2017

ZST Zentralschweizer Tafelrunde

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