Salle Modulable: Luzerner Stadtparlament hält an Kurs fest

Die bürgerliche Mehrheit hat sich am Donnerstag durchgesetzt. Im Herbst wird über den Projektierungskredit und Baurechtsvertrag für die Salle Modulable nur für den Standort «Inseli» abgestimmt. SP und Grüne wollten den Motorbootshafen als weiteren Standort vors Volk bringen.

«Es zeichnet sich ab, dass das Inseli bei einer Abstimmung einen schweren Stand haben wird», sagte Simon Roth (SP) während der Ratsdebatte. Man wolle deshalb der Bevölkerung mit dem Motorbootshafen auf der «Ufschötti» eine Auswahl geben. Das Projekt solle im November nicht an der Frage «Inseli Ja oder Nein» scheitern, so Simon Roth weiter.

Bedingungen müssen erfüllt werden

Der Stadtrat lehnte das dringliche Postulat der SP/Grünen ab. Einen weiteren Standort an die Urne zu bringen, verzögere den Zeitplan, so die Begründung des Stadtrates. Die 80 Millionen Franken des verstorbenen Mäzens Christoph Engelhorn fliessen nur dann, wenn gewisse Bedingungen erfüllt werden. Dazu gehöre das Einhalten des Zeitplans. Am Standort Inseli gäbe es nichts mehr zu rütteln.

Die bürgerliche Mehrheit folgte der Stadtregierung. Allerdings kritisierten mehrere Stadtparlamentarierer, dass es zu diesem Projekt zu viele offene Fragen gebe. Stadträtin Ursula Stämmer kündigte einen runden Tisch mit allen Beteiligten an.

BDP lässt Initiative fallen

Die BDP Stadt Luzern verzichtet auf ihre Initiative «Rettet unsere Oasen 'Inseli und Ufschötti' - Nein zum Salle Modulable» . Die Partei befürchtet, dass die Stimmberechtigten bei zu vielen Vorlagen zum Thema verwirrt sein könnten. Zu viele Geschäfte zum Salle Modulabe könnten zu einem Ja für das Projekt führen, fürchtet die BDP. Deshalb werde die Partei ihre Kräfte für die Gegenkampagne fokussieren. Sie suche dazu das Gespräch mit anderen Partnern, die gegen den Salle Modulable sind.

20.5.2016

ZST Zentralschweizer Tafelrunde

Bild ZST Zentralschweizer Tafelrunde